Die erste Saison in der 2. Bundesliga 120 Wurf ging für den Schönebecker SV in die Verlängerung. In Streitigkeiten mit dem Deutschen Kegelbund Classic (DKBC) gegen die Abschlusstabelle und das Fehlen eines Entscheidungsspiels hatte er Recht bekommen, sodass der SSV als Siebter von zwölf Teams in der Liga bleiben konnte. Heute startet es in Leipzig in sein zweites Jahr.

Schönebeck l Nein, der Optimismus vergeht Thomas Stacke nun wirklich nicht so schnell. Und so ist der Mannschaftsleiter auch im zweiten Jahr in der Liga guter Dinge, dass dem SSV der Klassenerhalt gelingt - trotz widriger Umstände. Zum einen muss das Team Björn Schulz kompensieren, der aus privaten Gründen nach Eisenberg gezogen ist und auch dort kegeln wird. "Seine konstanten Ergebnisse werden uns sicher fehlen", sagt Thomas Stacke, ohne aber zu betonen, dass Michael Kapp, der aus der Zweiten nachgerückt ist, "unser vollstes Vertrauen genießt und gute Leistungen bringen wird, auch wenn er Neuland betritt. Er hat schon oft mitgespielt, hat bereits einige Erfahrungen gesammelt und ist voll integriert."

Und so wird es im zweiten Jahr darum gehen, so schnell wie möglich den Klassenerhalt zu sichern und einen guten Mittelfeldplatz zu erreichen. Der Auftakt für diese Aufgabe gestaltet sich allerdings überaus schwierig, mit dem Gastspiel beim SV Leipzig wartet ein Auftritt beim Absteiger aus der 1. Bundesliga. "Wir kennen die Bahn nicht und sind der Außenseiter. Wir haben nichts zu verlieren", betont Stacke.

Geht es nach ihm, spielen neben den Leipzigern auch Freiberg und Rudolstadt gute Rollen im Rennen um den Staffelsieg. Vielmehr als auf die Duelle gegen diese Spitzenteams freut er sich aber vor allem auf das Derby mit TuS Leitzkau, der in der vergangenen Saison aufgestiegen ist. "Unsere Vereine sind befreundet, bisher waren die Begegnungen immer knapp." Der SSV nutzt die Partie am 11. Oktober gleichzeitig für seine offizielle Saisoneröffnung, zu der sich auch der Oberbürgermeister Bert Knoblauch angekündigt habe.

Bis zu dieser Partie sind jedoch schon drei Entscheidungen gefallen, erste Tendenzen werden absehbar sein. Stacke ist optimistisch, dass der SSV bis dahin im Mittelfeld angekommen ist, schließlich verlief die Vorbereitung sogar besser als in den vergangenen Jahren. Obwohl viele Spieler berufliche sowie private Verpflichtungen haben und die Zeit knapp ist, "waren viele zum Training da. Wir waren regelmäßig sieben Spieler."

Die Mannschaft ist also gewillt, an ihren Schwächen zu arbeiten und konstantere Werte zu erreichen. Dies hatte es in der vergangenen Saison unnötig lange spannend bleiben lassen. "Spannung ist zwar schön, aber in diesem Fall muss sie nicht unbedingt sein."

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