Nach ihrem ersten Jahr in der Mitteldeutschen Oberliga tritt die TSG Calbe nun wieder in der Sachsen-Anhalt-Liga an. Von Frust ist aber wenig zu spüren. Im Gegenteil: Die Mannschaft freut sich auf die "alte" Spielklasse und die zahlreichen Gegner aus dem näheren Umfeld. Obwohl sie als Absteiger sicherlich zu den hochgehandelten Teams zählen, bleiben die Saalestädter realistisch.

Calbe l Trainer Peter Weiß hatte sich nach dem letzten Testspiel gegen den HV Rot-Weiss Staßfurt noch einmal mit seiner Mannschaft zusammengesetzt und über die Vorstellungen für die Saison gesprochen. Am Ende ergab sich ein recht eindeutiges Bild. "Die meisten würden gern einen Medaillenplatz belegen, schätzen aufgrund unserer beruflichen Ausfälle, die uns sicher in einigen Partien ereilen werden, realistisch genug ein, dass wir einen Platz unter den ersten fünf anstreben sollten." In den ersten Partien wird sich zeigen, wie die Mannschaft dieses Ziel verwirklichen kann.

Die Liga ist nicht neu, anders als in der vergangenen Saison, in der die TSG unbekanntes Terrain betrat. Weiß schätzt allerdings ein, "dass uns viele ein Bein stellen wollen. Wenn man abgestiegen ist, ist das so." Die Mannschaften sind allerdings nicht unbekannt und gerade mit Teams wie Germania Borne oder SV Langenweddingen stehen Partien an, die zu brisanten Begegnungen werden könnten. Zu den Favoriten der Spielklasse zählt Weiß seine Sieben nicht zwingend. "Ich denke, dass Mannschaften wie Kühnau, Langenweddingen, Haldensleben oder der BSV Magdeburg um den Aufstieg spielen werden."

Nachdem die Vorbereitung nun abgeschlossen ist, kann die TSG auf viele erledigte Aufgaben zurückschauen, hat allerdings "auch noch Arbeit vor sich". Der Kader hat sich mit nur zwei Abgängen (Sören Lange, Steffen Oppenheimer) nicht sehr verändert, ist allerdings nun deutlich jünger.

Vor allem der eigene Nachwuchs wie Niclas Kaiser oder Lucas Marschall (A-Jugend) sorgen für frischen Wind. "Sie haben schon im letzten Jahr die Spielprinzipien des Männerbereichs kennengelernt", erklärt Weiß. "Ich sehe ihr größtes Handicap eher in ihrem Körperbau. Die beiden sind noch recht zierlich, dafür aber auch sehr schnell." Ein weiterer Neuzugang, Daniel Gieraths (vom Glinder HV), hat zudem noch nicht viel Erfahrung in höheren Spielklassen gesammelt. "Daniel hat sich aber gut in unsere Mannschaft eingefügt und wird von den Jungs unterstützt."

Morgen wartet um 16 Uhr der erste Gegner, BSV Magdeburg. "Die Jungs sind heiß auf ihre erste Partie. Jeder will sein Bestes geben, das hat mir das Team versichert", betont Weiß. "In der Vergangenheit gab es immer recht knappe Ergebnisse, das wird wohl auch morgen so sein. Aber wir wollen mit einem Sieg in die Saison starten."