Schönebeck (fna) l Es sind schwere Zeiten, die auf die Frauen des Schönebecker SV zukommen. Mit Juliane Große und Stefanie Lehe blicken gleich zwei Spielerinnen aus der Stammformation Mutterfreuden entgegen. "Ihre guten Ergebnisse werden uns fehlen", sagt auch Mannschaftsleiterin Anja Groß, die wohl des Öfteren auf Unterstützung der Zweiten zählen muss. Wie gut das Team jedoch auch in diesen schweren Situationen zusammenwächst, hat es am vergangenen Wochenende im DKBC-Pokal gezeigt, als es ohne Schwierigkeiten durch einen 7:1-Sieg in die nächste Runde einzog. Diese gute Leistung soll nun auch morgen ab 13 Uhr zum Saisonstart beim MSV Bautzen abgerufen werden. Im vergangenen Jahr gab es einen 5:3-Erfolg mit 13 Zählern Vorsprung. "Ein Erfolg ist machbar", schaut Groß positiv voraus.

Priorität hat in diesem Jahr ganz klar der Klassenerhalt. "Das ist realistisch", betont die Mannschaftsleiterin. "Dann müssen eben alle mehr ran." Mit Kleeblatt Berlin oder dem Dresdner SV, den die 28-Jährige am Ende ganz oben erwartet, wird der SSV vermutlich nicht mithalten können, doch nach den Ergebnissen in der Vorbereitung und den Trainingseindrücken bleibt das Team optimistisch. "Wir nehmen die Herausforderung an."

In den Einheiten hatte nämlich jeder an seinen Schwächen gearbeitet, hatte normale Würfe und auch das Abräumen unterschiedlicher Bilder trainiert. Neben dem Heimvorteil hofft Groß aber auch auf gute Auftritte auf fremden Bahnen, denn "Auswärtssiege zählen in der Endabrechnung mehr". Den ersten Schritt in diese Richtung möchte die Mannschaft bereits morgen beim MSV Bautzen gehen. Ähnlich wie im vergangenen Jahr könnte es eine enge Partie zwischen den beiden Mannschaften werden. Der SSV wird jedoch alles daran setzen, dass er erneut die Punkte mit nach Hause nehmen kann und somit frühzeitig in der gewünschten Spur fährt.