Magdeburg (nrc) l Die Bilanz, die Gnadaus Trainer Sebastian Pape nach der Fußball-Landesklasse-Partie gegen die Reserve des SV Fortuna Magdeburg zog, ist reichlich durchwachsen. Zum einen freute sich der Coach natürlich über den Punktgewinn nach dem 3:3 (0:2)-Unentschieden, auf der anderen Seite können ihn die insgesamt fünf Gelben Karten, davon weitete sich eine zu Gelb-Rot aus, nicht gutheißen. Er hat aber eine Erklärung für diese hohe Anzahl. "Es war viel Feuer in der Partie."

Dieses dürfte bereits in der vierten Minute aufgeflammt sein, als Gnadau nach einem schnellen Angriff über einmal die rechte Seite durch Fortunas Manuel Stary in Rückstand geriet. Dieser traf nach zehn Minuten auch zum 2:0 für die Gastgeber. "Wir haben die erste Halbzeit verschlafen", konstatierte Pape.

Dafür war seine Elf in der zweiten Hälfte umso aktiver. "Wir haben auf einigen Positionen umgestellt und von Beginn an Druck auf ausgeübt." So dauerte es nur fünf Minuten, bis der 1:2-Anschlusstreffer fiel. Schütze war Martin Kühne, der eine sehr gute Vorlage von Marcus Rasche verwertete. Elf Minuten später traf der Vorbereiter selbst, nachdem er einen Pass von Danny Wenzel aufnahm und frei auf den Magdeburger Torwart zulief. Als in der 79. Minute dann auch noch das 3:2 fiel, hofften die Gnadauer auf den ersten Dreier. Aber auch dieses mal sollten sie kein Glück haben. In der 89 Minute gelang Patrick Karg ein Distanzschuss aus 18 Metern, der im Netz der Gäste landete. "So ist Fußball nun mal", nahm es Pape sportlich. Für ihn zählt mehr, dass seine Elf gezeigt hat, dass sie "viel Potenzial hat und wir uns einen Tabellenplatz nach oben arbeiten konnten".

Gnadau: Merker - Feickert, Rudloff, Heinrich, Wenzel, Bläsing, Rasche, Paasch, Frauendorf, Steigleder (90. Mohn), Kühne

Tore: 1:0, 2:0 Manuel Stary (4., 14.), 2:1 Robert Kühne (50.), 2:2 Marcus Rasche (61.), 2:3 Robert Kühne (79.), 3:3 Patrick Karg (89.); SR: Steffen Wozny (Völpke); Gelb-Rot: Marcus Rasche (89.) -Gnadau -