Drei Wochen lang zogen sich die Gespräche innerhalb der Fußballabteilung beim Schönebecker SV nun schon hin. Die Beratung am Montagabend brachte nun erste Ergebnisse. Abteilungsleiter Rüdiger Rüchardt und -mitglied Birk Lehmann traten mit sofortiger Wirkung zurück.

Schönebeck l In einer unübersichtlichen Situation hatte die Landesliga-Elf Zeichen gesetzt - pro SSV. Zum einen halfen Spieler im Pokal in der Zweiten aus, zum anderen lief die Mannschaft bei Fortuna Magdeburg auf, obwohl die Zukunft für sie ungewiss schien. Mit dabei: Ex-Trainer Marko Fiedler, der die Kabinenansprache hielt und während der 90 Minuten hinter der Absperrung die Fäden zog. Auf Bitten von Leitungsmitglied Dr. Manfred Schulze hatte sich Fiedler dazu bereit erklärt, diese Aufgabe zu übernehmen - in Absprache mit Frank Rüchardt, dem SSV-Präsidenten. Allerdings war es von vornherein als einmalige Aktion geplant.

In der Beratung am Montagabend, an der neben Frank Rüchardt und Marko Fiedler auch der Co-Trainer der Ersten sowie die Übungsleiter der Zweiten und der Damen plus Rüdiger Rüchardt und Birk Lehmann teilgenommen hatten, sollten nun die letzten Missverständnisse ausgemerzt werden. Thema: Die nicht funktionierende Kommunikation zwischen Mannschaften und Vorstand. Jeder habe daraufhin seinen Standpunkt erläutert. "Die Abteilungsleitung hat die Verantwortung dafür übernommen und ist zurückgetreten", berichtete Frank Rüchardt.

Um die laufenden Aufgaben kümmere sich die Geschäftsführung sowie Leitungsmitglied Dorian Reichelt. "Es ist alles dafür getan worden, das Punktspiel am Sonnabend gegen Lok Aschersleben abzusichern", betonte Frank Rüchardt, der sich zwar im Urlaub befindet, "aber immer erreichbar" ist. Danach wird er eine neue Leitung finden müssen, der Verein hat dafür sogar einen Aufruf auf seiner Internetseite gestartet. Interessierte können sich melden.

Marko Fiedler ist hingegen nicht wieder als Trainer eingesetzt worden. "Wir stehen zu der Vereinbarung, die wir am 2. September getroffen haben." In dieser waren sich Rüchardt und Fiedler einig, die von Fiedler abgegebene Kündigung zum 31. Dezember mit sofortiger Wirkung vorzuziehen und "keine dreckige Wäsche zu waschen", hieß es damals.

Fiedler wird sich also komplett auf seine neue Aufgabe beim DFB-Stützpunkt in Magdeburg konzentrieren können, die er seit dem 1. September übernommen hat.

Für die Abteilung ist es in den kommenden Woche wichtig, dass Ruhe einkehrt. "Es kann nur einen gemeinsamen Weg geben. Wir müssen positiv nach vorn und mit einer neuen Abteilungsleitung in die Zukunft schauen", betonte Rüchardt.