Cottbus (mgo/nrc) l Das Ziel des letzten Wettbewerbs für die Taekwondoin der "Wild Devils" aus Schönebeck und Barby hieß Cottbus. Dort ging es zu den TVBB-Masters. Diese fanden im Rahmen der Bundesinitiative des DOSB "Netze gegen Gewalt" statt.

Nach den langen Sommerferien waren nur wenige Sportler der "Wild Devils" gut in Form, sodass lediglich vier Mitglieder am Turnier teilnahmen. Gekämpft wurde im Modus "jeder gegen jeden" - natürlich gewichts-, alters- und leistungsklassenspezifisch.

Dabei hatten Christopher Ecke und Justin Kader (beide Jugend B bis 45 Kilogramm) mit vier Kämpfen am meisten zu tun. Justin bestritt den Auftaktkampf zunächst gegen einen polnischen Sportler. Dabei wurde es bis zuletzt spannend, aber am Ende siegte Justin mit 10:9 Punkten. Im nächsten Kampf traf er auf einen alten Bekannten aus Thüringen, gegen den er bisher schon zweimal verloren hatte. Doch dieses Mal deklassierte er seinen Gegner mit 13:1 Punkten. Gegen seinen nächsten Konkurrenten aus Berlin fand Justin lange nicht zu den richtigen Mitteln, drehte zum Ende aber noch einmal richtig auf und gewann mit zwei Punkten Vorsprung.

Nahezu gleichzeitig kämpfte sich Christopher durch den Wettbewerbs-Pool. Er startete mit einem Sieg von 10:3 Punkten. Im zweiten Kampf musste er sich knapp gegen den Berliner Sportler mit 11:12 geschlagen geben.

Danach stellte auch Christopher mit 13:1 Punkten den Teilnehmer aus Thüringen in den Schatten. Nun traf er im Finale auf Justin. Dieser ging zeitig in Führung, doch Christopher verkürzte immer weiter bis zum Ausgleich. Den entscheidenden Treffer zum 6:5-Endstand setzte Justin kurz vor Schluss der dritten Runde. Damit ging in dieser Gewichtsklasse ein erster Platz an Justin und ein zweiter an Christopher.

Renée-Josefin Fritze, die als einzige Sportlerin mitreiste, sicherte sich am Ende des Turniers den Silberrang. In ihrem Finale startete sie zu verhalten. Damit konnte ihre Gegnerin ein gutes Punktepolster aufbauen. Mit neuem Motivationsschub zeigte Renée nach der ersten Rundenpause, was in ihr steckt. Sichtlich überfordert fand ihre Kontrahentin kaum Mittel zur Gegenwehr. In der dritten Runde riss Renées Rivalin das Ruder doch wieder herum und die Elbestädterin unterlag mit 7:19 Punkten.

Auf Leon Jung wartete ein Gegner, der mehr Masse und damit leichte Vorteile hatte. Mangels Teilnehmer in beiden Gewichtsklassen, wurden Leon´s und die des Gegners zusammengelegt. Davon sichtlich beeindruckt ging Leon sehr zurückhaltend in den Kampf, glich zum Ende der erste Runde aber aus. In der zweiten ging er offensiver zu Werke. Das zahlte sich in einem Fünf- Punkte-Vorsprung aus. Danach verließen ihn die Kräfte. Der Gegner nutze die Lücken in Leon´s Kopfdeckung. Nach einem kraftvollen Treffer wurde der Kampf beim Punktestand von 12:17 vorzeitig beendet.

Mit einem einer Gold- und drei Silbermedaillen für die "Wild Devils" war der Wettbewerbstag zusammengefasst mehr als zufriedenstellend. Schon in zwei Wochen wartet mit der Sachsenmeisterschaft die nächste Herausforderung für die Elbestädter.