Gnadau (nrc) l Gab es nach dem letzten Heimsieg noch lange Gesichter, aber zumindest noch einen Funken Optimismus bei der SG Gnadau, sah man nach dem 1:2 (1:0) gegen Aufsteiger Blau-Weiß Neuenhofe nur noch ratlose und enttäuschte Gesichter. Trainer Sebastian Pape saß - den Kopf in die Hände gestützt - auf der Bank und fragte sich, ebenso wie die gesamte Mannschaft, wie es nun weitergehen soll. Nach zwei Unentschieden und vier Niederlagen steht die SGG nun auf dem vorletzten Platz der Fußball-Landesklasse.

Dabei sah es in der ersten Halbzeit danach aus, als würde Gnadau den ersten Dreier der Saison einfahren. Von Beginn an erzeugten die Gastgeber viel Druck und hatten die erste Chance der Partie. Allerdings öffneten sie sich dabei und Neuenhofe konnte, vor allem über die rechte Seite, ebenfalls seine Möglichkeiten nutzen. Ronny Merker erwies sich einmal mehr als starker Rückhalt im Gnadauer Tor, trat sofort heraus und warf sich Ball und Stürmer entgegen.

In den ersten zehn Minuten änderte sich am Geschehen wenig. Durch das Pressing unterliefen der SGG einfache Ballverluste, die die Gäste für Konter nutzten. Allmählich kehrte aber Sicherheit ins Gnadauer Spiel und der Gastgeber riss das Geschehen mehr und mehr an sich. In der 33. Minute ging die Elf von Pape schließlich durch Nico Steigleder zum 1:0 in Führung und verteidigte diese auch bis zum Halbzeitpfiff.

Nach dem Seitenwechsel blieb Gnadau weitere fünf Minuten dominant, hatte zwei Riesenmöglichkeiten durch eine Flanke, die aber keinen Abnehmer fand, und einen Kopfball, der direkt in den Händen des Keepers landete. Doch als Neuenhofe durch Michel Hollweg (55.) ausglich, war die SGG plötzlich wie ausgewechselt. Sie verlor völlig den Faden und den Zugriff auf die Partie, leistete sich zu viele Fehlpässe und unterlag schließlich noch mit 1:2.

Gnadau: Merker - Feickert, Rudloff, Heinrich, Böhme (73. Könning), Bläsing, Teske, Paasch, Frauendorf, Steigleder (58. Steigleder), Kühne (87. Ladebeck)

Tore: 1:0 Nico Steigleder (33.), 1.1 Michel Hollweg (55.), 1:2 Martin Dreyer (70.), SR:Franz Julius Deelmann (Magdeburg)