Calbe (ttr) l Rolf Schwarz, Trainer der männlichen C-Jugend der TSG Calbe, bringt eines auf den Punkt: "Sie brauchen keine Angst haben." Hinter diesem Satz steht die gewaltige Herausforderung, vor der die Mannschaft steht. Der Großteil der Spieler gehört dem jüngeren Jahrgang an, wechselte aus der Bezirksliga D-Jugend in die Sachsen-Anhalt-Liga C-Jugend und damit nicht nur eine Alters- sondern auch eine Leistungsklasse nach oben. Dennoch ist sich Schwarz sicher: "Wenn sie sich anstrengen und mitziehen, im Training konzentriert arbeiten und das Schritt für Schritt im Spiel umsetzen, packen sie das."

Als erstes muss der Respekt vor der neuen Liga weg, denn auch dort wird letztendlich nur Handball gespielt. "Sie können mitspielen, das haben sie bereits gezeigt, aber sie müssen das nun immer stärker körperliche Spiel ebenfalls annehmen", benennt der Trainer einen der Trainingsschwerpunkte in diesem Lernjahr. Ihm zur Seite steht dabei Martina Schnürpel, die in Training und Spiel ihre Erfahrung im Nachwuchshandball mit einbringen wird. In der ersten Phase wird das wohl auch Trost sein, denn die Mannschaft legte im Vorjahr eine Saison hin, die ihresgleichen sucht: 26 Spiele ungeschlagen. Dass das nicht so bleibt, war allen klar, aber auch Verlieren und der Umgang mit Niederlagen will gelernt sein. Das hat das Team in den beiden Auftaktpartien nun bereits erkennen müssen.

Mit Blick auf das kommende Jahr weiß Schwarz schon jetzt: "Wir werden gewinnen und wir werden auch mal eine Klatsche kriegen. Das wichtigste ist aber, dass wir in beiden Fällen zusammenstehen."

Eine Zielvorgabe möchte der Trainer gar nicht so gern ausgeben, er hält den Bereich zwischen dem sechsten und achten Platz jedoch für realistisch. Das Maß der Dinge wird letztendlich sein, wie schnell und wie gut sich die Mannschaft auf die Anforderungen der neuen Altersklasse einstellt: aus der Manndeckung heraus in die offensive Raumdeckung und hin zu einem Spiel, in dem auch die Calbenser Jungen noch deutlich besser zufassen müssen. Das erste Jahr, es wird ein Lernjahr werden, die Früchte der harten Arbeit wohl erst in der nächsten Saison zu ernten sein.