Der TSV Kleinmühlingen/Zens hat sich zum Angstgegner des SV Eintracht Gommern entwickelt und den siebten Sieg in Folge eingefahren. Zeitgleich bedeutete der 2:0 (1:0)-Erfolg den Sprung auf Platz zwei der Fußball-Landesklasse.

Kleinmühlingen l Spielerisch hat der TSV noch Luft nach oben. Oder wie Trainer Mario Katte es ausdrückte: "Es war keine Offenbarung und eines unserer schlechtesten Heimspiele. Aber die drei Punkte zählen." Nach dem kurzfristigen Ausfall von Christoph Irmscher unmittelbar vor dem Anpfiff (Erkältung) rückte Christoph Berlau in den Kader. Der Gastgeber war mit den beiden Spitzen Kevin Junge und Stefan Schliemann sowie einer Dreierkette dahinter (Max Jäger, Sebastian Durrhack, Andreas Kirchhoff) relativ offensiv aufgestellt, wirklich Zwingendes erspielte sich das Team allerdings kaum. "Es war eine gewisse Trägheit zu spüren. Die konnten wir nie so richtig ablegen."

Somit musste ein Standard für die Führung sorgen. Bei einem Freistoß fehlte den Gommeranern die Zuordnung, gleich drei Kleinmühlinger standen am kurzen Pfosten frei. Max Jäger köpfte schließlich zum 1:0 (10.) ein. Dieser Treffer brachte aber nur wenig Sicherheit in die Aktionen, immer wieder wurde im Eins-gegen-Eins der Ball verloren. Da die Eintracht zumeist mit langen Bällen agierte, die von Denny Klepel, Guido Möbius, Dennis Rönz oder Guido Möbius abgefangen wurden, kam kaum Gefahr auf. Die wenigen guten Szenen der Gäste parierte Keeper Jens Ulrich, der sowohl in Hälfte eins als auch in den zweiten 45 Minuten jeweils eine starke Parade zeigte.

Auch nach dem Wechsel verlor sich Gommern in Harmlosigkeit, der TSV hingegen wurde stärker. Christoph Berlau untermauerte die latente Dominanz schließlich mit seinem Treffer nach starkem Solo gegen drei Kontrahenten zum 2:0 (64.).

Der Gastgeber verwaltete daraufhin diesen Vorsprung clever und routiniert. Der eingewechselte Manuel Igel hätte diesen noch erhöhen können, doch sein Schuss wurde von Eintracht-Keeper Andreas Hoffmann toll gehalten.

"Es war ein verdienter Sieg", betonte Katte. "Nächste Woche werden wir uns aber steigern müssen. In Güsen erwartet uns eine ganz andere und viel schwerere Aufgabe." Dann werden wohl Norman Möbes und Jens Basener wieder zurückkehren und den Kader verstärken.

Kleinmühlingen/Zens: Ulrich - Möbius, Klepel, Balder, Berlau, Kirchhoff, Rönz, Junge (85. Wehling), Jäger (90. Mergel), Durrhack, Schliemann (75. Igel)

Tore: 1:0 Max Jäger (10.), 2:0 Christoph Berlau (64.); SR: Benjamin Petri (Irxleben), ZS: 70