Der 5. Spieltag der Fußball-Salzlandliga versprach einige Überraschungen und verlief mit 27 Toren in sieben Partien recht unterhaltsam. Entsprechend dominieren auch die Offensivakteure in der "Salzlandelf des Tages" der Volksstimme.

Von Christian Jäger

Salzlandkreis l Mit zehn Treffern war das Derby zwischen Wolmirsleben und Unseburg/Tarthun das torreichste. Die TSG durfte gleich sechsfach jubeln. Drei Tore erzielte davon Julien Karasch, der sich dafür von Trainer Tino Kirst ein Sonderlob abholte. Trotz des Derby-Erfolgs überzeugte allerdings einzig Karasch, "der Rest war nicht so stark, schließlich haben wir auch vier Gegentore kassiert". SVW-Coach Jürgen Kauws nominierte niemanden, weil "wir uns selbst geschlagen haben. Es gab einfach zu viele Missverständnisse und Abwehrfehler."

Auch Neugattersleben präsentierte sich in Torlaune und schenkte dem Egelner SV Germania fünf Treffer ein, kassierte allerdings auch drei. Dennoch hätte Trainer Kay Resch am liebsten jeden seiner Schützlinge für die Auswahl vorgeschlagen. "Alle waren sehr gut, die ganze Mannschaft hat ein Kompliment verdient." Mit David Schmelzer, Tim Pülicher und Denis Neumeister gab es aber drei Akteure, die aus einer geschlossenen Leistung herausstachen. "Tim erzielte zwei herrliche Treffer. David glänzte mit Laufarbeit sowie seinem Torinstinkt und Denis überragte als Vorbereiter", lobte Resch.

Nach dem torlosen Unentschieden Hakeborns bei der TSG Calbe II, das gleichzeitig den ersten Punktgewinn für Warthe bedeutete, waren sich beide Seiten einig, dass Keeper Maik Engelhardt eine Nominierung verdiente. Calbes Co-Trainer Detlef Sobczak, der aus den eigenen Reihen niemanden hervorheben wollte, lobte Engelhardt: "Er parierte einen Strafstoß und wehrte Großchancen ab." Hakeborns Trainer Markus Drößler bestätigte, dass seine eigentliche Nummer zwei "super gehalten hat". Auch Andy Dzicher bekam ein Extralob für seine Laufarbeit auf dem linken Flügel.

Eickendorfs Trainer Marco Schmoldt entschied sich vor der Partie in Alsleben (1:1) dafür, den 18-jährigen Alexander Bier als Manndecker ins kalte Wasser zu werfen. "Er hat seine Aufgabe hervorragend gelöst." Neben Bier stach Sascha Jacob heraus, der oft nach hinten aushalf und die Abwehr stabilisierte. "Durch seine immense Laufarbeit leitete er viele Konter ein und schaltete sich neben der Defensivarbeit häufig nach vorne ein." Alslebens Coach Marcus Reckrühm, dem ein Punkt angesichts des Spielverlaufs zu wenig war, wollte keinen Rot-Weißen hervorheben.

Dass die Nienburger in der Liga hoch gehandelt werden, ist bekannt. Mit dem 1:0-Erfolg in Welsleben übernahm der 1. FSV nun auch die Tabellenführung. Dafür war vor allem Eric Schmilorz mit seinem Seitfallzieher in der letzten Minute veantwortlich. "Er hat uns die drei Punkte beschert", sagte Dirk Bizuga. Der Trainer hob außerdem MTV-Keeper Norman Reinhold hervor, der "einige brenzlige Situationen von uns entschärfte".