Magdeburg (fna) l Es gibt Dinge, die kann man nicht mehr damit erklären, dass die SG Lok Schönebeck eine junge Mannschaft ist. Es ist ja nicht so, dass gar nichts funktionierte. Denn "45 Minuten lang haben wir gezeigt, dass wir Handball spielen können", betonte Trainer Henning Stapf. 45 Minuten lang sind die Schönebecker also auf den Rückraum des BSV 93 Magdeburg II hinausgetreten, haben die Angriffe konsequent abgeschlossen und sich eine Sechs-Tore-Führung erspielt. "Dann kam ein unerklärlicher Einbruch." Und Schönebeck verlor das Verbandsliga-Spiel noch mit 37:39 (10:14).

Plötzlich waren Vorgaben nicht mehr präsent, wurden in wichtigen Situationen die falschen Entscheidungen getroffen oder wurde nur noch reagiert anstatt agiert. Beispiel: Die BSV-Reserve lebte vom erfahrenen John Bade. Das wusste Stapf, das wurde auch an die Mannschaft weitergegeben - vor dem Spiel, in der Halbzeit und in den Auszeiten. "Trotzdem haben wir es nicht geschafft, ihn zu verteidigen und den Pass auf den Außen zu verhindern." Gleich mehrere Gegentreffer fing sich Lok dadurch.

Und auch in der Positionsabwehr ließ Schönebeck nach. "Wir wollten auf den Rückraum hinaustreten. Stattdessen blieben wir am Kreis stehen und wollten den Wurf blocken. Das hat überhaupt nicht funktioniert." Magdeburg glich aus und erarbeitete sich einen kleinen Vorsprung, den das Team bis zum Ende "clever verteidigte".

Mit 0:6-Punkten hat Lok einen rabenschwarzen Start hingelegt. Mit dem FSV Magdeburg und dem Güsener HC werden die Aufgaben nicht leichter. "Und plötzlich stehst du mit 0:10 da." Um dies zu verhindern, möchte Stapf beim Pokalspiel am Freitag in Biederitz die Wende erreichen. "Wir können frei aufspielen. Die Jungs sollen umsetzen, was vorgegeben wird. Es wird Zeit, dass wir uns jetzt finden."

Schönebeck: Knörich - Schulz (2), Bauer (2), Warschkau (7), Kazmierowski (4), Roost (9), Krause (7), Schröder (4), Meier, Blumenthal, Meißner, Mattisseck

Siebenmeter: Magdeburg 4/4 - Schönebeck 4/4; Zeitstrafen: Magdeburg 6 - Schönebeck 6