Beideritz (nrc) l Das alte Leiden ist bei den Handballern der SG Lok Schönebeck nach wie vor nicht auskuriert. In diesem Fall führte es zum Ausscheiden im HVSA-Pokal. In der 2. Runde musste sich Lok dem Ligakonkurrenten SV Eiche Biederitz mit 22:26 (14:12) geschlagen geben.

Dabei verlief die erste Halbzeit durchaus vielversprechend. Lok markierte den ersten Treffer, kassierte dann allerdings drei in Folge, holte aber durch zwei eigene Tore wieder auf. Bis zum Stand von 8:8 präsentierte sich den Zuschauern immer dasselbe Bild: Biederitz legte mit einem Tor vor, Lok glich aus.

Dann gelang den Gästen allerdings selbst eine Serie von drei Treffern und sie gingen zum 11:8 in Front. Eiche verlor in dieser Phase den Faden, leistete sich zu einfache Fehler. Bis zur Pause fingen sich die Gastgeber wieder, verkürzten den Rückstand noch zum 12:14.

Nach dieser guten Halbzeit hätte man wohl erwartet, dass Lok nun mit noch mehr Eifer auf die Platte zurückkehrt, um den Sieg festzumachen. Doch dem war nicht so. Gleich zu Beginn kassierten die Gäste wieder eine Dreierserie und lagen mit 14:16 zurück. Erschwerend kam hinzu, dass Toni Warschkau die Rote Karte sah. "Das war der Knackpunkt", erklärte Schönebecks Kapitän Stefan Kazmierowski. In Unterzahl brach auch die gute Deckung ein. Lok erlaubte Biederitz zu viele Freiräume, verbaute sich dadurch die Chance, das Spiel offen zu halten. Zwar kamen die Gäste, vor allem durch einen sehr gut aufgelegten Sebastian Roost, zwischenzeitlich wieder auf zwei Tore heran (19:21), letztlich brachten die Biederitzer ihren Sieg in trockene Tücher.

Lok Schönebeck: Knörich - Schulz (1), Bauer (3), Warschkau (2), Kazmierowski (2), Meißner (3), Blumenthal (1), Roost (8), Mayer, Krause (2)

Siebenmeter: Eiche 2/1 - Lok 2/0; Zeitstrafen: Eiche 5 - Lok 5; Rot: Toni Warschkau (33.) -Schönebeck