Dessau-Roßlau/Calbe (nrc) l Im Grunde konnte Peter Weiß, Trainer der ersten Mannschaft der TSG Calbe, zufrieden sein. Und im Grunde war er es auch, denn seine Handballer setzten sich in der 2. Runde des HVSA-Pokals sehr deutlich gegen Liga- konkurrent Dessau-Roßlauer HV 06 II durch. Die Reserve der Saalestädter unterlag dagegen dem Landsberger HV - was aber angesichts des Klassenunterschieds nicht überraschte.

HVSA-Pokal, 2. Runde

Dessau-Roßlauer HV 06 II -

TSG Calbe 21:37 (17:14)

"Wenn die Jungs diese Leistung und jene aus Wernigerode und gegen Langenweddingen über 60 Minuten abrufen können, ist alles in Ordnung", fasste Weiß zusammen. "In diesem Spiel lief es so, wie ich mir das vorstelle."

Die Saalestädter legten mit zwei Treffern vor, danach verlief die Partie allerdings erst einmal recht ausgeglichen. Zehn Minuten vor der Pause hatte Calbe dann jedoch einen kleinen Lauf, setzte sich mit drei Toren erst zum 15:12 ab und behielt diesen Vorsprung auch bis zum 17:14-Halbzeitstand bei. "Dennoch haben wir uns in Hälfte eins viele sehr einfache und vermeidbare Regel-Technik-Fehler und Fehlwürfe geleistet", musste Weiß trotzdem kritisieren. Entsprechend laut wurde er daher auch in der Kabine. "Da haben mich die Jungs doch etwas überrascht angeschaut."

Die deutliche Ansprache blieb nicht ohne Wirkung. Die TSG kam stark aus der Kabine und konnte sich schließlich auf zehn Tore Vorsprung (25:15) absetzen. Einige einfache Fehler blieben nach wie vor im Spiel, aber "im Grunde hat es vorn und hinten gestimmt", lobte Weiß. Dabei hob der Trainer vor allem Lucas Marschall heraus, der "in der Spitze unserer 5-1-Deckung wirklich einen hervorragenden Job gemacht hat". Marschall erzielte zudem drei Tore.

Die Gastgeber versuchten indes so lange es ging dagegenzuhalten. Doch spätestens nach dem Rückstand merkte man, dass sie allmählich aufsteckten. So stand am Ende ein 37:21-Erfolg für die TSG zu Buche, der auch von dem mitgereisten Saalestädter Fans begeistert gefeiert wurde. "Sie haben uns wieder toll unterstützt."

Calbe: Wiederhold, Bertram - Barby (6), Krause (6), Hulha (4), Kaiser (3), Marschall (3), M. Weiß (2), Sowa (5/3), Kralik (2), Hübner (3)

Siebenmeter: Dessau-Roßlau 5/2 - Calbe 3/3; Zeitstrafen: Dessau-Roßlau 1 - Calbe 2

HVSA-Pokal, 2. Runde

TSG Calbe II -

Landsberg. HV 24:43 (10:23)

Im Grunde war es von vorn herein ein Kampf gleich David gegen Goliath. Die Saalestädter, die in der Bezirksliga starten, bekamen es mit einem Sachsen-Anhalt-Ligisten zu tun. "Aber die Mannschaft hat sich so präsentiert, wie ich es erwartet hatte und sich sehr gut verkauft", lobte Trainer Lutz Dohmke.

Zu Beginn der Partie hielten die Gastgeber gut dagegen, blieben bis zum Stand von 3:3 dran. Doch dann zeigte sich der Klassenunterschied deutlich. Landsberg startete eine Serie von elf Treffern und zog damit bereits vorentscheidend zum 14:3 davon. Die Deckung der Saalestädter war oft mit den schnellen Ballwechseln der Gäste überfordert und so wuchs der Vorsprung des LHV bis zur Pause noch auf 13 Treffer an.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit konnte Calbe noch einmal zwei Tore aufholen, was letztlich aber nur ein Tropfen auf dem heißen Stein war. Der Klassenunterschied der beiden Mannschaften erklärt dies natürlich, allerdings leistete sich die TSG-Reserve auch viele Fehlwürfe, war zu ungeduldig im Abschluss.

Dieser Fehler schlich sich mit fortschreitender Spielzeit aber auch beim Gegner ein. So konnte Calbe noch einige Konter starten, Landsberg war aber aufgrund der hohen Tordifferenz nicht einzuholen. "Das Ergebnis tut trotzdem nicht weh", betonte Dohmke.

Calbe II: Kaiser, Giesemann - Falkenthal (2), T. Tischler (2), Ritter, M. Tischler (1), Möbus (3/2), Fahrholz (5), Kralik (9), Maynicke (2)

Siebenmeter: Calbe 3/2 - Landsberg 5/4; Zeitstrafen: Calbe 1 - Landsberg 0

Bilder