Magdeburg (fna) l Die SG Gnadau steckt weiterhin tief drin im Abstiegssumpf der Fußball-Landesklasse und sucht weiterhin händeringend nach dem ersten Rettungsseil, das zumindest helfen soll, bis zum Bauch aus dem Schlamm zu kriechen, damit wenigstens einmal kräftig durchgeatmet werden kann. Nach der 1:3 (0:2)-Niederlage bei Arminia Magdeburg - dem direkten Tabellennachbarn - reicht die "dunkle Brühe" bereits bis zum Hals.

Natürlich ist Trainer Sebastian Pape kein Schwarzmaler, die Saison ist noch lang, "es können noch genug Punkt vergeben werden, um sich da selbst herauszuziehen". Doch Pape ist auch ein Realist, der weiß, "dass wir derzeit das Pech an den Beinen kleben haben". Zwei individuelle Fehler begünstigten die Konter zum 0:2-Rückstand, als in der Vorwärtsbewegung der Ball quer gespielt wurde, praktisch den Magdeburgern genau in die Beine. Erst wurde ein Torschuss durch ein Foul im Strafraum verhindert, Ralf Gasch verwandelte den Elfmeter sicher. Dann legte Philip Posselt sieben Minuten später nach. Und auch nach der Pause erhielt Gnadau einen frühen Dämpfer durch den Treffer von Lukas Kliche.

Des Weiteren fehlte den Gästen das Glück. Zum einen prallten Schüsse vom Pfosten ab, zum anderen landeten Abpraller nicht vor den Füßen der SGG, sondern exakt bei einem Arminen, der problemlos klären konnte. Doch Aufgeben gibt es im Wortschatz der "Fliederpark-Kicker" nicht. "Die Moral ist intakt, wir haben immer weitergemacht", lobte Pape. Lohn das der Treffer zum 1:3 durch Martin Kühne. "Wir haben das Potenzial, alles möglich zu machen. Auch einen Erfolg gegen Germania Olvenstedt", schaute Pape auf das bevorstehende schwere Spiel voraus. Mit einem Erfolg könnte Gnadau das erste Mal richtig durchatmen.

Gnadau: Merker - Rudloff, Nicolaus, Heinrich, Böhme, Feickert, Rasche, Könning (86. Teske), Frauendorf, Steigleder, Kühne

Tore: 1:0 Ralf Gasch (25. FE), 2:0 Philip Posselt (31.), 3:0 Lukas Klische (56.), 3:1 Martin Kühne (60. FE); SR: Steffen Wozny (Alleringersleben), ZS: 43