Gnadau/Kleinmühlingen (fna) l Letzter Rettungsanker, Schicksalsspiel, jetzt oder nie. Der Auftritt der SG Gnadau bei Zukunft Magdeburg (Anpfiff heute 14 Uhr) hat viele Namen. Am Ende bedeuten sie alle das gleiche: Gelingt dem Team von Trainer Sebastian Pape nicht endlich mal ein ersehnter Dreier, rückt nach einem Drittel der Saison der Verbleib in der Fußball-Landesklasse in weite Ferne.

Dabei hadern die Kicker vom Fliederpark nicht einmal mit der Einstellung, denn die war zuletzt auch gegen den Tabellenführer aus Olvenstedt bravourös - zumindest eine Halbzeit lang. Vielmehr belohnt sich das Team aufgrund einer schlechten Chancenverwertung nicht für seine Auftritte, agiert vor dem gegnerischen Tor oftmals zu kompliziert. An die Vorstellung, mit der sich das Team ein 1:1-Remis zur Pause erkämpft hatte, muss nun angeknüpft werden. "Wir wollen diese Leistung über 90 Minuten abrufen. Die Mannschaft lässt sich nicht zurückwerfen und wird alles versuchen, um den ersten Dreier einzufahren", sagt Pape. Es gilt nicht nur, das erste Spiel zu gewinnen, sondern auch neuen Mut zu schöpfen im Rennen um den Klassenerhalt, in dem die Fliederpark-Kicker derzeit den letzten Platz belegen. Es wird Zeit zu beginnen, das Feld von hinten aufzurollen. Die Zukunft der SG Gnadau entscheidet sich in Magdeburg.

Es fehlen: Keine Information - Andreas Böhme (erkrankt), Sven Nicolaus (privat); SR: Matthias Pagen (Mieste), Frank Benecke; Saison 2013/14: 0:2, 4:3

Der TSV Kleinmühlingen/Zens möchte nach seinem mühsamen 1:0-Sieg über Fortuna Magdeburg II nun auch wieder spielerisch überzeugen. "So viel Glück werden wir nicht immer haben. Wir sind mit einem Blauen Auge davongekommen", resümiert Trainer Mario Katte. Beim SV Blau-Weiß Neuenhofe (Anpfiff: heute 14 Uhr) wird also eine Steigerung notwendig sein, schließlich präsentiert sich das Team aus der Colbitz-Letzlinger-Heide solide, hat die Hälfte aller Partien gewonnen. Im vergangenen Jahr belegte Neuenhofe einen Mittelfeldplatz (8.) in der Staffel I mit einem weitgehend ausgeglichenen Torverhältnis (63:67). "Sie haben hochgewachsene Spieler, gehen recht robust in die Zweikämpfe und präsentieren einen soliden und schnörkellosen Fußball. Wir müssen dagegenhalten." Ihre gefährlichsten Torschützen sind Martin Dreyer und Michel Hollweg mit je drei Toren.

Es fehlen: Keiner - Denny Klepel (fraglich, privat), Christoph Irmscher (Urlaub), Jens Basener (rekonvaleszent), Holger Götsche, Chris Kette, Mirko Sprengler (alle verletzt); SR: Daniel Feist (Magdeburg), Robert Stähr, Christian Schulze