Schönebeck (nrc) l Für eine Handballerin der SG Lok Schönebeck wird die heutige Partie gegen den SV Anhalt Bernburg etwas Besonderes: Jessica Arnold. Denn sie wechselte von eben jenem Verein zu den Schönebeckerinnen. Die Begegnung in der Sachsen-Anhalt-Liga beginnt um 17.30 Uhr

Trainer Dirk Schedlo ist daher auch darauf bedacht, "Jessicas Motivation im Zaum zu halten". Zudem ist die Vergangenheit seiner Spielerin für ihn nicht entscheidend. "Sie kommt zwar aus Bernburg, aber sie hat dort auch nicht so lange gespielt, dass man sagen könnte, sie wäre mit dem SVA verwurzelt." Die große "Trumpfkarte" ist Arnold also nicht, "bekommt aber ihre Einsatzzeiten".

Die Bernburgerinnen sind als Aufsteiger aus der Verbandsliga relativ unbekannt. "Ich habe den Verein im vergangenen Jahr mal im Pokal gesehen", erinnert sich Schedlo. "In einem Jahr kann sich ein Team sehr verändern."

Wie die Schönebeckerinnen wandelt auch Bernburg zwischen "Genie und Wahnsinn". In der bisherigen Saison fuhren die Kreisstädterinnen zwei Siege und vier Niederlagen ein. Die Hälfte der Niederlagen kassierte der SVA auswärts. Lok ist auf der anderen Seite bisher noch nicht zwingend als heimstarke Mannschaft aufgetreten und gewannen erst einmal auf eigener Platte.

Die Begegnung wird aber noch aufgrund eines anderen Aspekts interessant. Beide Teams sind Tabellennachbarn: Lok ist Achter, Bernburg Neunter und beide Mannschaften trennen zwei Punkte. Die Elbestädterinnen haben allerdings bei einer Niederlage mehr zu verlieren, als zwei Punkte. Denn sie haben mit 6:6-Punkten das gleiche Verhältnis wie die TSG Calbe. Wenn Lok also gewinnt, dann winkt der siebte Platz. Ob Schedlo auf einen vollen Kader zählen kann, stand nicht abschließend fest. "Das weiß ich erst nach dem Abschlusstraining."