Schönebeck (nrc) l Geduld ist eine Tugend und sie fehlte der SG Lok Schönebeck in der Vergangenheit immer wieder. Aber genau das wird wohl der Schlüssel zum Erfolg sein, wenn die Handballer heute um 17.30 Uhr zum Dritten der Verbandsliga, HV Solpke/Mieste, reisen.

"Der Gegner ist für uns zum größten Teil unbekannt", erklärt Lok-Trainer Henning Stapf. "Es haben wohl auch einige Spieler den Verein verlassen und junge Akteure haben ihre Plätze eingenommen. Wir wissen aber, dass Solpke/Mieste eine sehr gute Deckungsarbeit leistet. Sie spielen entweder mit 6-0 oder einer aggressiven 3-2-1-Variante." Gegen ein solches Bollwerk hilft nur eins: "Wir müssen vor allem geduldig im Angriff sein, die Bälle laufen lassen und in die Nahtstellen gehen", sagt Stapf. "Auf keinen Fall dürfen wir in Stand-Handball verfallen, wie gegen Osterburg. Wir müssen über 60 Minuten schnell und konzentriert agieren."

Stapf sieht den Gegner in einer "leichten Favoritenrolle. Er spielt nicht umsonst oben mit." Und Solpke/Mieste wird auch dafür sorgen wollen, das obere Drittel nicht zu verlassen, zumal es dort recht eng ist. Ein oder zwei Punkte trennen die Plätze eins bis drei, zudem steht auch der Vierte, Güsener HC, in Lauerstellung. Lok hat dagegen Klein Oschersleben und den BSV Magdeburg II im Nacken.

Zwei Punkte sind also für beide Mannschaften Gold wert. Dabei sind die Schönebecker personell nicht optimal aufgestellt. Bereits unter der Woche litt die Trainingsbeteiligung aufgrund der beruflichen Verpflichtung der Spieler etwas. Kevin Krause wird arbeitsbedingt zum Spiel gar nicht dabei sein.

Ein großes Fragzeichen steht auch noch hinter dem Einsatz von Sebastian Roost, der sich in der vergangenen Partie gegen die HSG Osterburg bei einem Zusammenprall am Knie verletzte. "Die Ärzte können nicht genau sagen, wie schwer die Verletzung ist", berichtet der Trainer. "Wir müssen das heutige Abschlusstraining und die letzte Untersuchung abwarten. Erst dann wird feststehen, ob Sebastian am Spiel teilnehmen kann."