Schönebeck (nrc) l Das hatte sich der Schönebecker SV ganz anders vorgestellt. "Wir wollten früh Druck aufbauen und das erste Tor erzielen", erklärte Trainer Michael Steffen. Doch der Kreveser SV kam dem Fußball-Landesligisten zuvor und ging bereits in der zweiten Minuten in Führung. Damit war das ganze Konzept der Gastgeber hinfällig und sie unterlagen schließlich mit 1:5 (0:3).

"Uns hat im gesamten Spiel die Zuordnung in der Abwehr gefehlt", konstatierte Steffen. "Offensiv haben sich die Jungs abgerackert, aber die Belohnung blieb ihnen verwehrt."

Der schwere Start führte auch dazu, dass die Konzentration bei den Gastgebern zunehmend nachließ. Abspielfehler im Mittelfeld erlaubten es dem KSV, über Konter immer wieder vor dem SSV-Tor auszutauchen.

Dennoch hatten die in der gesamtsumme weniger Möglichkeiten. Aber Fußball ist ein Ergebnissort und letztlich zählen nicht die Chancen, sondern deren Verwertung. Und hier war Krevese einfach konsequenter und konnte schließlich mit einer 3:0-Führung in die Kabine gehen.

In der zweiten Halbzeit setzten die Schönebecker dann das ursprüngliche Konzept besser um. Sie erzeugten von Beginn an Druck. In der 50. Minute traf David Kühn nach einer Ecke, die er durch einen Kopfball zum 1:3 verlängerte.

Doch dann sollte es ausgerechnet der Torschütze selbst sein, der seiner Mannschaft ein Ei ins Nest legte. Die fehlende Abstimmung im eigenen Strafraum fiel dem SSV in Form eines Eigentors auf die Füße. Kühn war der Unglücksrabe.

Krevese legte dann nochmal in der 80. Minute durch Marius Weihrauch nach. "Man kann den Gegner nur beglückwünschen. Er hat einfach cleverer gespielt", erkannte Steffen an. Für seine Elf heißt es nun, das freie Wochenende zu nutzen, um sich in der Defensive besser einzuspielen.

SSV: Bothe - Braunert, Kellermann, Kauczor (71. Kasper), Kühn, Döring, Neumann, Gondeck, Palm, Wagner, Jakobs

Tore: 0:1 Tino Krüger (2.), 0:2 Jan-Peter Ernst (32.), 0:3 Tino Kürger (45.), 1:3 1:4 Davin Kühn (50. 67. ET), 1:5 Marius Weihrauch (80.); SR: Frank Schinke (Bernburg); ZS: 72