Bei den Nachwuchs-Handballern der TSG Calbe standen fünf Siege drei Niederlagen gegenüber, womit sich die Bilanz einmal mehr sehen lassen kann. Den höchsten Erfolg fuhr die weibliche D-Jugend ein, die mit 39:1 (23:1) beim SV Germania Gernrode siegte.

Calbe l Etwas schwerer tat sich die weibliche B-Jugend in der Sachsen-Anhalt-Liga. Am Ende erkämpfte sie sich aber bei der BSG Aktivist Gräfenhainichen zwei Punkte und gewann 19:16 (9:7). In der männlichen B-Jugend unterlag die TSG dem Tabellennachbarn HV Wernigerode 18:22 (10:10) und auch die männliche E-Jugend musste ihren Gegner, den HV Rot-Weiss Staßfurt, nach der 15:29 (6:18)-Niederlage mit den Punkten ziehen lassen. Auswärts verlor die männliche C-Jugend zudem das Nachbarschaftsderby in der Sachsen-Anhalt-Liga gegen den USV Halle unglücklich mit 20:25 (8:14).

Sachsen-Anhalt-Liga, mJA

TSG Calbe -

HV Wernigerode 30:25 (14:9)

Die Weisheit ist zwar alt, aber sie bestätigt sich immer wieder: Steht die Abwehr, freut sich der Torhüter. Im Fall der TSG war der lachende Keeper Toni Krüger, der eigentlich in der B-Jugend spielt und am Sonnabend in der älteren Klasse den verletzten Leon Dobertin vertrat. "Er hat ein gutes Spiel gemacht", lobte Co-Trainerin Antje Lück und beschreibt im selben Atemzug die fantastische Abwehrleistung der Mannschaft gegen den HV Wernigerode. Calbe war schlecht ins Spiel gekommen, brauchte fünf Minuten, um das erste Tor zu werfen und weitere fünf, um in Führung zu gehen. Ab dann lief es aber, zumal die Fehlerquote erfreulich gering und die Wurfeffektivität zunehmend besser wurden. Dass es dennoch bis zum Wechsel bei vergleichsweise wenigen Toren blieb, lag an der kompakten Abwehr der Gäste aus dem Harz. So hatte Calbe über den Kreis im Prinzip keine Möglichkeiten, holte sich den Erfolg aber aus dem Rückraum. Hier zeigten Christoph Borzucki und Marius Harig ein starkes Spiel und bewiesen wie alle in der Mannschaft, dass sie das Prinzip der rotierenden Positionen immer besser umsetzen können. In dem beidseitigen Torfeuerwerk in den letzten Spielminuten behielten die TSG-Jungen die Oberhand und sicherten sich am Ende verdient die Punkte.

TSG Calbe: Toni Krüger, Tom Schmidt - Christoph Borzucki (5), Tim Gieraths (3), Marius Harig (9/3), Nico Haverland (3), Bernes Kessebohm, Florian Lück (1), Max Mehr (1), Alexander Rockmann (5), Marius Schwarz (3), Jan-Oliver Würpel

Bezirksliga, mJD

HC Aschersleben -

TSG Calbe 19:23 (8:12)

Es war das lang erwartete Spitzenspiel. Am Ende behielt die TSG ihre weiße Weste. "Sie waren von der ersten Minute an voll motiviert und haben uns alles abverlangt," erkannte Co-Trainerin Simone Holzweissig die Stärke des Gegners an, "wir mussten uns die Torchancen hart erarbeiten und dafür weite Wege gehen." Die Grundlage für den ersten Vier-Tore-Vorsprung war ein Spiel der TSG-Jungen, bei dem alles stimmte. So nutzten sie ihre Chancen gut, während sich technische Fehler in Grenzen hielten. "Besonders Paul Steffen und Niels Kober überzeugten mit einer überragenden Laufarbeit, und Torhüter Vico Tappenbeck hielt uns mit einigen guten Paraden den Rücken frei", lobte Trainerin Heike Falke. Die zweite Spielhälfte verlief ähnlich, wobei Calbe erstmals in Unter- und Überzahl spielte. Dies kannten die Jungen bis dato noch nicht und tatsächlich gelang sogar in doppelter Unterzahl ein Torerfolg, der von Spielern und Fans gleichermaßen lautstark bejubelt wurde. Entsprechend positiv fällt auch das Fazit der beiden Trainerinnen aus: "Kämpferisch eine tolle Leistung von der ersten bis zur letzten Minute - weiter so!"

TSG Calbe: Vico Tappenbeck - Michel Bock, Erik Großhennig (2), Nick Heinze (2), Niels Kober (5), Jonas Mierzwiak (1), Alexander Möhring (2), Cedric Müller (1), Otto Rausch, Julian Schmidt, Paul Steffen (10), Nico Wurg, Vincent Wuwer

Bezirksliga, wJE

TSG Calbe -

Lok Schönebeck 21:11 (5:6)

Ein Spiel der zwei Gesichter zeigte die TSG im Kreisderby. In der ersten Hälfte lief auf Calbenser Seite so gut wie gar nichts zusammen. Die Zuordnung in der Abwehr stimmte ebenso wenig wie die Wurfausbeute. Folgerichtig lagen die Gäste zum Wechsel mit einem Tor vorn. Offenbar wirkte dann aber die Halbzeitansprache des Trainergespanns Christel Richter und Tilman Treue, denn im zweiten Durchgang zeigte sich das Team wie ausgewechselt. Anna Schiefer und Greta Sroka brachten die nötige Konsequenz ins Abwehrzentrum und endlich funktionierte auch das Umschalten in den schnellen Angriff. Nach kurzer Zeit lag Calbe dadurch mit 13:7 vorn und gab seine Führung auch nicht mehr ab. Die zweite Halbzeit hat gezeigt, dass die Mannschaft zu Recht an der Spitze ihrer Staffel steht.

TSG Calbe: Sophie Wende - Lisa Höppner, Emma Hühne, Daria Krafczyk, Hanna Lenz, Tabea Linkohr (2), Anna Schiefer (7), Lisa Schmidt (3), Greta Sroka (9/3)