Quedlinburg (tob/fna) l Mit einem 8:6-Sieg haben die Tischtennis-Spielerinnen des Schönebecker SV den inoffiziellen Titel des Herbstmeisters in der Landesliga eingefahren. Dazu stand die bewährte Formation zur Verfügung. Dennoch hatten die Elbestädterinnen alle Hände voll zu tun. Da sich die Konkurrentinnen aus Ahlsdorf und Riestedt mit einem Remis trennten, beträgt der Vorsprung drei Punkte, sodass bereits zwei Siege in der Rückserie zum Staffelsieg ausreichen. Die überragende Regina Kretschmar und die nervenstarke Britta Langhans blieben in den Einzeln ungeschlagen.

Doch der Start mit zwei Niederlagen in den Doppeln misslang. Chancenlos waren Ute Kohl und Roswitha Haubt bei ihrer 0:3-Niederlage gegen Kleber/Börner. Auch das Spitzenduo Regina Kretschmar/Britta Langhans benötigte zwei Sätze, um sich auf das unbequeme Spiel von Zenger/Lehnhardt einzustellen. Mit zwei Satzgewinnen erreichten sie den fünften Durchgang, in dem sie mit 8:11 unterlagen.

Langhans biegt Rückstand noch in einen Erfolg um

Zu Beginn der Einzel fand Langhans gegen Heidemarie Zenger zunächst keine Einstellung und geriet mit 0:2 in Rückstand. Doch anschließend erreichte sie größere Konstanz in ihren Aktionen und bog mit drei Satzgewinnen die Partie noch um. Kretschmar unterlag gegen Bärbel Kleber im Auftaktsatz knapp. Anschließend beantwortete die Schönebeckerin die Aufschläge ihrer Kontrahentin mit entschlossenen Gegenattacken und blieb in den drei folgenden Durchgängen ungefährdet. Doch Quedlinburg ließ nicht locker. Gegen die Vorhand-Angriffe Gudrun Lehnhardts fand Haubt kaum ein Rezept und zog mit 0:3 den Kürzeren. Auch Kohl agierte gegen Martina Börner zu fehlerhaft, um sich entscheidend durchzusetzen und unterlag in allen drei Sätzen knapp mit 9:11.

Nach der zweiten Runde erzwangen die SSV-Spielerinnen den Ausgleich. Zunächst musste Kretschmar gegen die unbequem zu spielende Zenger alle Register ziehen, um alle drei Sätze mit 11:9 für sich zu entscheiden. Langhans lieferte sich mit Bärbel Kleber einen zähen Kampf, in dem die Schönebeckerin im Finaldurchgang etwas nervenstärker war und mit 11:9 siegte. Dagegen gelang es Kohl lediglich im Auftaktsatz, die Angriffe Gudrun Lehnhardts einzudämmen - 1:3. Einen wichtigen Erfolg erreichte Haubt, die nach dem verlorenen Auftaktsatz ihrer Kontrahentin Martina Börner mit starkem Unterschnitt den Zahn zog und zu einem 3:1-Sieg gelangte.

Die abschließende Einzelrunde brachte den Matchgewinn. Zunächst konnte Kretschmar erwartungsgemäß die Elbestädterinnen mit einem sicheren Drei-Satz-Sieg gegen Gudrun Lehnhardt dank ihrer sicheren Rückhand und einigen Vorhand-Attacken in Front bringen. Die Überraschung des Tages vollbrachte Kohl. Mit ihren sicheren Aktionen gelang es, Zenger zu Fehlern zu verleiten und in vier Sätzen die Oberhand zu behalten, wobei sie die Sätze zwei und vier nervenstark in der Verlängerung aus dem Feuer riss. Auch Haubt schien nach einem 0:2-Satzrückstand mit ihrem Schnitt Bärbel Kleber aus dem Rhythmus zu bringen. Im Entscheidungssatz ging die Schönebeckerin sogar mit 4:0 in Führung, bevor sie zu hektisch agierte und noch mit 6:11 unterlag.

Doch Langhans machte den Matchgewinn perfekt. Allerdings musste sie die beiden Auftaktsätze gegen Martina Börner abgeben, bevor sie sich steigerte und noch gewann.

Schönebecker SV: Kretschmar (3), Langhans (3), Kohl (1), Haubt (1)