Schkopau (fna) l Es gab da eine Phase im Spiel zwischen den Handballerinnen der SG Lok Schönebeck und dem MSV Buna Schkopau, die spiegelte die Verhältnisse zwischen beiden Teams am besten wider. Es war zwischen der 40. und 42. Minute, als sich Lok drei seiner insgesamt sieben Zeitstrafen auf einmal einfing und in dreifacher Unterzahl auf der Platte stand. Doch das Team meisterte diese Situation bestens, gewann sie sogar mit 2:1 und sicherte sich am Ende einen 32:25 (15:14)-Erfolg, mit dem es auf Rang fünf der Sachsen-Anhalt-Liga kletterte.

Der Beginn verlief allerdings eher stockend. "Schkopau wollte zeigen, wer Herr im Hause ist. Und wir haben das erstmal hingenommen", sagte Trainer Dirk Schedlo. Buna führte also schnell mit 4:2. Vor allem die Würfe von außen, mit denen die Keeper ihre Schwierigkeiten hatten, sorgten für angespannte Nerven. Lok glich zwar zum 8:8 (15.) aus, lag aber kurz vor der Pause mit 12:14 zurück. Weil die Torhüter dann aber ihren Rhythmus gefunden hatten und die Versuche von außen parierten, gelang Schönebeck noch ein 3:0-Lauf.

Mit der Führung im Rücken startete das Team auch nach dem Wechsel besser (17:13). "Den Vorsprung haben wir uns nicht mehr nehmen lassen." Dabei beschränkte sich Lok nicht auf das Verwalten, sondern ging das Tempo der Schkopauerinnen mit. "Wir hatten zwar einige Fehler im Aufbau, haben das aber mit einer geschlossen guten Leistung kompensiert." Profitiert von diesem Auftritt hat beispielsweise Nicole Krause, die bei acht Versuchen vom Kreis achtmal erfolgreich war. "Sie hat Abpraller verwertet und sich gut postiert", lobte der Coach. "Der Rest der Mannschaft hat ihre Würfe aber auch gut vorbereitet." Und nach der Phase in dreifacher Unterzahl ließ Buna die Köpfe hängen, Lok erhöhte den Vorsprung. "Wir sind auf einem guten Weg. Alle sind in der Lage, fast durchzuspielen und am Ende noch die Konzentration oben zu halten", freute sich Schedlo.

Schönebeck: Hecker, Nowicki - Wolf (7), Arnold (4), Schedlo (3/1), Bauer (1), Depta (6), Krause (9/1), Moschner, Bullert (2/2)

Siebenmeter: Schkopau 3/2 - Schönebeck 6/4; Zeitstrafen: Schkopau 5 - Schönebeck 7