Der TSV Kleinmühlingen/Zens konnte mit dem 1:1 (0:1)-Remis bei Germania Olvenstedt sicherlich sehr gut leben. Zum einen behauptete er die Tabellenführung in der Fußball-Landesklasse, zum anderen hat er im Nachholspiel gegen Nedlitz die Chance, den Vorsprung auszubauen.

Olvenstedt l Es war zu spüren und auch zu sehen, wie sehr die bisherigen Negativ-Erlebnisse und -Ergebnisse des TSV bei Gastspielen in Olvenstedt in den Köpfen steckten. Bis auf ein schmeichelhaftes Remis mit dem Ausgleich in der Nachspielzeit war bisher nichts herausgesprungen. Gehemmt, körperlos und gedanklich viel zu langsam traten die Schützlinge von Trainer Mario Katte in der ersten Halbzeit auf. Sie hatten dennoch das Glück auf ihrer Seite, weil Linienrichter Rolf Szibzick nicht seinen besten Tag erwischt hatte und beispielsweise die Fahne aufgrund einer Abseitsstellung der Gastgeber hob, obwohl Guido Möbius nach dem Abstoß dieses aufgehoben hatte. Es gab daraufhin Schiedsrichterball. Erst kurz vor der Pause resultierte aus der spielerischen Überlegenheit der Germania die 1:0-Führung, als ein Fehlabspiel von Möbius auf Max Jäger zum Kontern genutzt wurde.

Nach dem Wechsel steigerten sich die Gäste jedoch. "Es gab in der Kabine kein Donnerwetter. Ich habe ganz ruhig gesagt, dass wir läuferisch eine Schippe drauflegen müssen, keine Angst zeigen dürfen und den Ball etwas länger am Fuß haben sollten", erklärte Katte. Und seine Schützlinge fanden über eine verbesserte Zweikampfführung in die Partie. Sebastian Durrhack belohnte sie nach einem verunglückten Torschuss von Norman Möbes, der zu einer Flanke wurde, mit einem Volleyschuss ins Tor zum Ausgleich.

Kurz darauf hatte Kevin Junge aus dem Gewühl heraus sogar die vermeintliche 2:1-Führung erzielt, doch der Unparteiische erkannte auf Handspiel. In der Folge ließ sich Referee Benedict Ohrdorf von der Unruhe, an denen seine Assistenten nicht unschuldig waren, anstecken und verließ seine bis dahin durchaus gute Linie. In einer hektischen Schlussphase mit unnötigen Gelben Karten und Nickligkeiten brachte der TSV den Punktgewinn über die Zeit.

"In der ersten Hälfte hatten wir mehr vom Spiel, mehr Kontrolle. Mit dem 1:0 war auch alles in Ordnung", sagte Germania-Trainer Maik Herrmann. "Kleinmühlingen hat gezeigt, warum das Team ganz oben steht. Chancen waren auf beiden Seiten Mangelware. In der letzten Viertelstunde ging es hin und her, jeder hätte in Führung gehen können. Insgesamt war es ein gerechtes Unentschieden."

Kleinmühlingen/Zens: Ulrich - Karg, Möbius, Klepel, Balder, Möbes, Kirchhoff, Rönz, Junge, Jäger, Durrhack

Tore: 1:0 Robert Puchowka (43.), 1:1 Sebastian Durrhack (63.); SR: Benedict Ohrdorf (Haldensleben), ZS: 30; Rot: Mirko Schröter (18.) -Olvenstedt-, Denny Klepel (18.) -Kleinmühlingen/Zens-