Schönebeck (nrc) l Jeder freut sich an seinem Geburtstag über Geschenke. Für Carolin Schedlo von der SG Lok Schönebeck sahen die Präsente an ihrem 26. Jahrestag besonders schön aus: Ein 30:24 (15:10)-Erfolg über den Spitzenreiter der Sachsen-Anhalt-Liga, FSV Magdeburg, und zehn selbst erzielte Treffer. Damit steuerte Schedlo gleich ein Drittel des Gesamtergebnisses für die Schönebecker Handballerinnen bei. "Wir haben von Beginn an konzentriert gespielt. Ich glaube, dass war unsere beste Saisonpartie bisher. Das ganze Team hat mir ein Geschenk gemacht. Es war ein perfekter Tag", freute sich die Schönebeckerin, die vor lauter Freude über den Erfolg sogar in Tränen ausbrach.

Vater und Trainer Dirk Schedlo hatte ebenfalls viel Lob für seine Sieben übrig. "Der Schlüssel zu unserem Erfolg bestand zum einen darin, dass es uns gelungen ist, das Konterspiel des FSV frühzeitig zu unterbinden. Zum anderen hatten wir mit nur drei Fehlwürfen in der ersten Halbzeit eine sehr gute Chancenverwertung."

Die Nutzung der Möglichkeiten war auch das einzige, das den Coach zum Ende der Partie störte. "Ich war mit der Trefferquote der letzten zehn Minuten nicht zu frieden." Dirk Schedlo nahm eine Auszeit und "erinnerte daran, dass wir dem Gegner keine Konterchancen lassen dürfen. Außerdem habe ich noch einmal darauf hingewiesen, dass wir nicht mit halbhohen Bällen agieren dürfen. Diese kann die Magdeburger Keeperin nämlich sehr gut entschärfen."

Dies bekam vor allem Janka Bauer zu spüren. Unermüdlich kämpfte sie sich durch die FSV-Deckung, nur um dann an Katja Slotta zu scheitern. Trotzdem gelang es ihr, das 30:23 zu erzielen.

Der Abstand von sieben Treffern bestand auch über zwei Drittel der Partie hinweg. Lok startete stark, doch der FSV konnte bis zum 3:3 immer wieder ausgleichen. Dann hatte Schönebeck einen Lauf und erzielte drei Tore in Folge zum 6:3. Von da an ging es kontinuierlich nach vorn und über die Stationen 7:4 und 10:4 erhöhte sich die Tordifferenz. Kurz vor der Pause legte der FSV noch einmal eine Schippe drauf, kam aber nicht näher als auf fünf Treffer heran, sodass es mit 15:10 in die Kabinen ging.

"Dass wir uns in der ersten Halbzeit so zügig absetzen konnten, verdanken wir vor allem unseren Torhüterinnen. Die beiden haben einen wirklich tollen Job gemacht." Liza Nowicki entschärfte wichtige Bälle und bot einen starken Rückhalt im Kasten der SG Lok.

Auch in der zweiten Halbzeit sorgte sie dafür, dass der Abstand in Loks Schwächephase nicht auf mehr als vier Tore (24:20) schmolz. Josephin Hecker leistete ihren Anteil, indem sie zwei Siebenmeter hielt.

"Es war am Ende eine geschlossene Mannschaftsleistung", lobte der Trainer. Dass man gegen den Spitzenreiter gewonnen hat, "ist sehr wichtig, denn es zeigt der Mannschaft, dass sie in der oberen Tabellenhälfte angekommen ist".

SG Lok Schönebeck: Nowicki, Hecker - Schedlo (10/3), Bauer (1), Depta (3), Moschner, Bullert (1/1), Kuhne (1), Arnold (5), Sauer (1), Wolf (6), Krause (2/1)

Siebenmeter: Schönebeck 6/5 - Magdeburg 8/6; Zeitstrafen: Schönebeck 7 - Magdeburg 4; Rot: Sara Els (46:23 Minuten, Foulspiel) -Magdeburg-