Klein Oschersleben (nrc) l Was lange wehrt, wird endlich gut. Diese Weisheit lässt sich nun endgültig auf die SG Lok Schönebeck anwenden. Nachdem die Handballer einen schweren Start in die Verbandsliga-Saison hatten, schließen sie die Hinrunde nun auf dem zweiten Tabellenplatz ab. Mit dem 27:22 (14:10)-Erfolg beim LSV Klein Oschersleben kam zudem der achten Saisonsieg hinzu.

Da muss Trainer Henning Stapf schon mal auf die Euphoriebremse treten. "Natürlich freuen wir uns sehr, dass wir nun so weit oben stehen. Die Mannschaft ist zusammengewachsen. Jetzt müssen wir aber auch dranbleiben und in der Rückrunde an diese Leistung anknüpfen."

In Klein Oschersleben konnte der Coach vor allem mit der Defensive sehr zufrieden sein. Martin Blumenthal, Jan Bauer und Toni Warschkau erschwerten den Gastgebern das Leben. Allerdings erwischte Lok zunächst einen schweren Start. Zuerst musste die 4-2-Deckung des LSV geknackt werden und kaum war das erreicht, stellte dieser auf 6-0 um und Lok musste sich wieder darauf einstellen.

Nachdem dies aber erneut gelungen war, "konnten wir vor allem über Konter viele Treffer landen". Hier tat sich Kevin Krause hervor. In der zweiten Halbzeit lief er gleich vier Konter , insgesamt erzielte er 15 Tore. "Das war genial", lobte Stapf, fügte aber hinzu: "Im Grunde war es eine geschlossene Mannschaftsleistung."

Lok Schönebeck: Knörich - Härtel, Schulz (1), Bauer (4), Warschkau (1), Kazmierowski (1), Mattissek (1), Prokop, Meißner, Blumenthal, Meyer, Schröder (4), Krause (15/5)

Siebenmeter: Klein Oscherlseben 7/6 - Schönebeck 6/5; Zeitstrafen: Klein Oschersleben 2 - Schönebeck 1