Aue (kla/nrc) l Nach einem erfolgreichen Wochenende Potsdam, galt es auch Sachsen nochmal einen Besuch abzustatten. Mit Selena, Esleida Pfannenschmidt und Markus Braunersreuther und Trainer Kevin Ladebeck machte sich der 1. Schönebecker Judoclub auf den Weg nach Aue, zum Internationalen Holzmichl.

Esleida durfte gleich als erste in das Turnier starten. In der Gewichtsklasse über 44 Kilogramm bekam es die Schönebeckerin mit drei Gegner zu tun, davon waren zwei keine Unbekannten. Erst eine Woche zuvor traf sie auf die beiden Potsdamerinnen.

In ihrem ersten Kampf traf Esleida zunächst auf Nancy Drechsler vom Auer Judoclub. Doch Nancy hatte schnell das nachssehen. Ein starker Hiza-guruma (Wurf)-Angriff mit einer anschließenden Festhalte brachten der Schönebeckerin schnell den Sieg.

Im zweiten Kampf gegen Elisa Raus vom UJKC Potsdam legte Esleida wieder gut vor. Mit einem Hiza-gurma konnte sie eine Waza-ari-Wertung (halber Punkt) erkämpfen. Allerdings befreite sich Elisa aus der anschließenden Festhalte, doch die Schönebeckerin erhielt dafür noch einen Yuko (großer technischer Vorteil).

Dann beginn Esleida einen fatalen Fehler. Ein Konterversuch ging komplett nach hinten los und somit musste sie als eigentlich stärkere Kämpferin den Punkt abgeben.

Im letzten Kampf gegen Nele Bachmann vom UJKC Potsdam war nichts zu holen. Somit stand der dritte Platz mit bitterem Beigeschmack zu Buche.

Selena hingegen bemühte sich, ihre Siegesserie nicht abreißen zu lassen. Bis 32 Kilogramm galt es, sich im Doppel-K.o.-System gegen zehn Gegnerinnen durch zu setzen. Im ersten Kampf traf sie auf Eila Popp. Nach einem Kurzen Griffkampf setze sich Selena durch und beförderte Eila mit einem Ippon-Seoi-Nage (Wurf) von der Matte.

Dadurch rückte sie ins Halbfinale vor. Dort wartete ein echter Brocken auf die Schönebeckerin. Jenna Thiele aus Potsdam war eine gute Judoka. Der Kampf zwischen den beiden gestaltete sich äußerst spannend und es kam einem vor, als wäre dies schon das Finale. Beide setzen starke Angriffe an, doch keine konnte eine Wertung erlangen. Ein kleiner Shido-Vorteil auf seitens vom Selena sicherten ihr aber das weiterkommen in das Finale.

Hier zeigte die Schönebeckerin starke nerven und machte wieder kurzen Prozess mit Vivien Heyn. Ein O-goshi (Wurf)-Angriff mit einer O-Uchi-Gari-Kombinationen reichten für den Sieg und die verdiente Goldmedaille.