Nach einem kompletten Umbruch stand der Schönebecker SC vor einer Mammutaufgabe in der Fußball-Verbandsliga. Mit null Punkten und nur vier erzielten Treffern bei 128 Gegentoren hat das Team die Hinrunde überstanden.

Schönebeck l In der Sommerpause hatte sich die komplette erste Mannschaft abgemeldet - und der SSC stand ohne Spieler da. Mit Trainer Christian Kehr hatte der Verbandsligist lediglich einen Zugang zu vermelden. "Wir mussten dann eine Entscheidung treffen, was wir machen, wie wir uns aufstellen." Und die Abteilung wollte die Perspektive für die jungen Spieler erhalten. "Wir haben uns den Start in der Verbandsliga schwer erkämpft", erinnert sich Kehr an die drei Jahre vor dem Aufstieg, als die "Grünen" dreimal Zweite geworden waren. "Die sportliche Perspektive im Land wollten wir behalten." Mit dem Kader der Zweiten, die aus der Salzlandliga abgestiegen war, sowie Verstärkung der A-Junioren und Alt-Herren stellte sich der SSC der Herausforderung, die Saison durchzuziehen - eine echte Mammutaufgabe.

Die Spieler wussten zwar, was auf sie zukommen könnte, doch "dies schließlich auch am eigenen Leib zu erleben, ist etwas anderes", weiß auch Kehr. "Wir haben schnell gemerkt, dass uns viel fehlt, um für Punkte kämpfen zu können." Allerdings hat diese neue Erfahrung dafür gesorgt, "dass wir im Verein ein Stück näher zusammengerückt sind".

Also denkt niemand an Aufgeben. "Wir werden alles daran setzen, die Saison durchzuziehen." Der kleinen Hoffnung, dass durch eine Hintertür womöglich sogar die Verbandsliga erhalten werden könnte, schiebt Obmann Klaus-Peter Fischer einen Riegel vor: "Die beiden Letztplatzierten steigen definitiv ab."