Der Schönebecker SC betrat mit einer völlig neuen Mannschaft in der Hinrunde der Fußball-Verbandsliga ebenso neues Terrain. Schnell wurde klar: Der SSC war seinen Gegnern nicht gewachsen. Für Trainer Christian Kehr bestand die Hauptaufgabe darin, sein Team trotz der teilweise sehr hohen Niederlagen bei der Stange zu halten. Volksstimme-Mitarbeiterin Nadja Reichert sprach mit Mittelfeld-Akteur Christian Baartz über seine Erfahrungen in der Hinserie und Pläne für die Rückrunde.

Herr Baartz, Sie kamen als junger Spieler zum Schönebecker SC. War das spielerische Niveau der Verbandsliga eine große Umstellung?

Natürlich waren die Anforderungen in der Verbandsliga schon ziemlich hoch. Aber ich konnte mich gut darauf einstellen, da ich zuvor bei A-Jugend des 1. FC Magdeburg gespielt habe und daher hohe Anforderungen gewohnt bin.

Warum wechselten Sie von Magdeburg nach Schönebeck?

Ich habe einen Verein in der Nähe von Magdeburg gesucht, da ich derzeit noch die 12. Klasse des Sportgymnasiums besuche und Fußball mit der Schule gut verbinden wollte.

Wie schätzen Sie den Verlauf der Hinrunde ein? Was entwickelte sich aus Ihrer Sicht gut, wo haperte es beim SSC am meisten?

Ich denke, dass wir uns vor allem in den Punkten Kampfgeist und Einstellung in der Hinrunde sehr gut entwickelt haben. Außerdem hat sich in den letzten Partien gezeigt, dass wir zumindest in der ersten Halbzeit gut mithalten können. Dass wir dieses Niveau nicht über 90 Minuten halten konnten, liegt an der Kondition. Daran müssen wir noch arbeiten. Aber auch spielerisch und taktisch gibt es noch viel Nachholbedarf. Aber man kann bei uns noch nicht so viel taktisch ansetzen. Erst einmal müssen wir uns spielerisch festigen.

Wie geht man als Spieler mit teilweise sehr hohen Niederlagen um? Was motiviert Sie, dennoch weiterhin zum Training zu kommen und am Ball zu bleiben?

In erster Linie die Leidenschaft zum Fußball. Außerdem ist es für mich ja nicht neu, zu verlieren. Lediglich die große Anzahl und die Höhe der Niederlagen waren schon ungewohnt. Aber davon darf man sich nicht unterkriegen lassen.

Welche Ziele setzen Sie sich sowohl persönlich als auch mit der Mannschaft für die Rückrunde?

Persönlich möchte ich mich natürlich spielerisch weiterentwickeln und mich so gut wie möglich präsentieren. Mit der Mannschaft möchte ich in der Rückrunde ein paar Punkte sammeln. Ich denke, dass uns das auch gelingen wird und wir in der Lage sein werden, mehr Tore zu erzielen.