Calbe (nrc) l Nach dem Abstieg aus der Mitteldeutschen Oberliga standen die Handballerinnen der TSG Calbe vor einem Neubeginn. Trainer Frank Mühlner und viele Spielerinnen verließen den Verein. Annett Schröter und Ralf Bertram übernahmen die Mannschaft, die sich zur Saison 2014/15 nun aus erfahrenen und jungen Spielerinnen zusammensetzte. Die Ergebnisse sprachen am Ende der Hinrunde eine eher ernüchternde Sprache. Platz sieben in der Sachsen-Anhalt-Liga bei 11:11-Punkten und 315:316-Toren. "Wir hatten uns mehr erhofft", gab Co-Trainer Ralf Bertram zu.

Die große Aufgabe bestand vor allem darin, die "alten Hasen" und den Nachwuchs zusammenzuführen, ein Team zu formen. Daran arbeitete die TSG in der gesamten Hinrunde. Der Start fiel allerdings mit zwei Niederlagen schwach aus. Dann legte Calbe allerdings eine Serie von drei Siegen hin: 39:23 gegen den Jessener SV, 33:20 bei der SG Seehausen und 34:22 gegen den MSV Buna Schkopau.

Die Saalestädterinnen schienen in der Liga angekommen zu sein. "Das Konzept, eine Mischung aus Jung und Alt auf die Platte zu stellen, hat am Anfang noch nicht gefruchtet", erklärte Bertram. "Aber es entwickelte sich und die Mannschaft fand von Partie zu Partie immer besser zuein-ander. Die erfahrenen Spielerinnen wuchsen langsam in ihre Führungsrolle hinein." Vor allem Kapitän Stefanie Hüls tat sich hervor. "Trotzdem kann die Harmonie noch besser sein. Daran müssen wir arbeiten."

Positiv fielen auch die Torhüterinnen der TSG, Josephine Suchan, Alexandra Baier und Elisa Mennecke, auf. "Sie haben die Mannschaft im Rennen gehalten", lobte der Co-Trainer.

Aber nicht nur die Spielerinnen mussten sich finden, auch die neuen Trainer versuchten, ihr Konzept durchzusetzen. "Wir wollten von einem 6-0-System, auf ein 5-1 oder 4-2 umstellen. Das ist uns nicht immer gelungen", erklärte Bertram.

Für die Rückrunde hat sich die TSG vorgenommen, "den siebten Platz zu verteidigen und dann schauen wir, was noch möglich ist".