Schönebeck (nrc) l Ein einstelliger Tabellenplatz war das Ziel zur Hinrunde in der Sachsen-Anhalt-Liga. Dies ist den Handballerinnen der SG Lok Schönebeck auch gelungen. Mit 14:8-Punkten und 321:299-Punkten beendete die Mannschaft von Dirk Schedlo die Hinserie auf dem vierten Platz.

Eine gute Ausgangsbasis für die Rückrunde. "Wir haben unsere Vorgaben mehr als erfüllt", sagte der Coach. "Ich bin insgesamt sehr zufrieden." Vor allem die Nachwuchs-Spielerinnen, mit denen die Mannschaft zur neuen Saison aufgefüllt wurde, "haben mich sehr überrascht".

Die Schönebeckerinnen starteten gut, konnten vier Punkte aus zwei Spielen mitnehmen. Gegen den HSV Magdeburg gab es dann mit einer 20:27-Niederlage den ersten Dämpfer. Es folgten zwei weitere beim Dessau-Roßlauer HV und gegen den SV Oebisfelde.

Es sollte allerdings die letzte Niederlage der Hinrunde sein. Vier Siege in Folge verhalfen Lok wieder zur Stabilität. Und diese war auch notwendig, stand doch im vorletzten Hinrundenspiel das große Derby gegen die TSG Calbe an. Das 29:29-Unentschieden war am Ende aus Sicht beider Mannschaften gerecht.

Nun galt es, gegen den Magdeburger SV einen guten Abschluss zu zeigen. Mit 32:30 verlief die Partie nicht hundertprozentig nach Schedlos Geschmack, "aber wir haben am Ende gezeigt, dass wir geschlossen auftreten und uns in der Liga behaupten können".

Die Geschlossenheit war es auch, die für den Coach die große Stärke seiner Sieben in der Hinrunde ausmachte. "Es ist uns gelungen, eine gute Balance zwischen Erfahrung und Nachwuchs zu finden. Die Spielerinnen, die länger in der Mannschaft sind, haben Verantwortung übernommen und die Jüngeren geführt. Davor ziehe ich den Hut."

Spielerisch ist immer Luft nach oben, aber mit 312 erzielten Treffern war die Offensive der SG Lok in der Hinrunde recht effizient. Vor allem Carolin Schedlo, Janka Bauer und Lisa Wolf waren immer wieder Garanten für Treffer.

In der Abwehr hatten die Schönebeckerinnen in ihren Partien einen starken halt durch die Keeperinnen Josephine Hecker und Liza Nowicki. Spiele, wie jene gegen den HSV Magdeburg oder den SV Oebisfelde, haben Schwächen in der Abwehr offenbart. Mal wurde zu spät herausgetreten, mal haperte es an der Absprache oder der Zusammenarbeit. Gerade Letzteres stieß Schedlo besonders bitter auf.

Auch die Konzentration stimmte nicht in jedem Spiel. So dauerte es im letzten Rückrundenspiel gegen MSV 15 Minuten, "bis wir die Abwehr stabilisiert hatten". Es liegt auch in der Rückrunde Arbeit vor der SG Lok, um auch am Ende der Saison auf einem einstelligen Tabellenplatz zu stehen.