Den Abstieg aus der Mitteldeutschen Oberliga haben die Handballer der TSG Calbe gut verkraftet. Mit Platz zwei in der Sachsen-Anhalt-Liga nach der Hinrunde gehören sie zu den ganz heißen Kandidaten auf den Wiederaufstieg.

Calbe l 21:5-Punkte und 407:281-Tore - und damit die beste Differenz der Liga - sind eine gute Ausgangsbasis. "Wir hatten eine optimale Vorbereitung", sagte TSG-Trainer Peter Weiß. Dabei war davon im ersten Hinrundenspiel nicht viel zu sehen. Ein 20:20-Remis beim BSV Magdeburg hinterließ erst einmal Ernüchterung.

Diese legte sich allerdings in den folgenden Spielen wieder recht schnell. 33:26 gegen den SV Langenweddingen, 21:19 beim HV Wernigerode und 38:22 gegen die HSG Wolfen bewiesen, dass die Saalestädter an ihren Fehlern gearbeitet hatten.

Aber nicht alles lief so, wie es sich das Team vorgenommen hatte. Weiß ärgerte vor allem die 17:20-Niederlage beim Landsberger HV. "Da haben wir nur Standhandball gespielt. Diese Niederlage war absolut unnötig." Auch das 22:23 bei der SG Kühnau "waren zwei vollkommen unnötig verschenkte Punkte".

Abgesehen von Landsberg, dem BSV und Kühnau hatte Calbe in der Hinrunde wenig Grund zu klagen. "Die Mannschaft ist sehr gut zusammengewachsen, hat die Neuzugänge optimal integriert", lobte der Trainer. "Das ist auch unsere Stärke. Wenn mal jemand ausfällt, kann ich einen anderen Spieler auf dieser Position einsetzen." Weiß hob außerdem den Teamgeist seiner Schützlinge heraus. "Auch wenn ich eine volle Bank habe, kann ich wechseln, ohne dass es in der Mannschaft zu Spannungen kommt. Die Jungs freuen sich auch für den Teamkonkurrenten."

Derzeit läuft es gut für die TSG. "Ich hoffe, dass das auch so bleibt und wir den Anschluss an den Ersten aus Langenweddingen halten können."