Zehn Tore Vorsprung zur Pause, elf in der Endabrechnung. Die Handballer der TSG Calbe ließen im ersten Rückrundenspiel der Saison keinen Zweifel daran aufkommen, wer am Ende als Sieger von der Platte gehen würde. Mit 31:20 (16:6) besiegten die Saalestädter den BSV Magdeburg und festigten den zweiten Platz in der Sachsen-Anhalt-Liga.

Calbe l Vielen Fans wird es wohl sehr schwer fallen, der Aussage von TSG-Trainer Peter Weiß Glauben zu schenken, der von einer gewissen "Anfangsnervosität" seiner Schützlinge sprach. Immerhin ließ Calbe in den ersten zwölf Minuten überhaupt kein Tor zu, erzielte im Gegenzug sechs. Vier Tore entstanden dabei aus Kontern, da der BSV im Abschluss auch viel Pech hatte und oftmals nur den Pfosten traf. Zudem bissen sich die Magdeburger an TSG-Torhüter Stefan Wiederhold und der Calbenser Deckung die Zähne aus. "Wir hatten im Vorfeld darauf hingewiesen, dass wir Falko Nowak und die Einläufer des BSV gut im Auge behalten müssen", erklärte Weiß und fügte an: "In der Deckung sollten die Räume schnell zugestellt werden." Martin Sowa, Felix Kralik und Christian Hübner erledigten diese Aufgabe in den ersten zehn Minuten fast fehlerfrei. "Unser Konzept ist aufgegangen", lobte der Coach.

Über die Stationen 8:2, 10:3, 14:5 und schließlich 16:6 war die Partie zur Pause im Grunde schon entschieden. Das hieß aber nicht, dass es nicht noch einiges zu sehen gab. So wurde Hübner gleich zweimal umgerissen, musste schließlich mit einem Kühlakku am Kopf vom Feld.

In der zweiten Halbzeit konnte er aber wieder mitspielen. Diese begann Calbe zunächst in Unterzahl, da noch eine Zeitstrafe aus der ersten Hälfte nachwirkte.

Am Verlauf der Partie änderte sich zunächst wenig. Die TSG konnte mehrere Läufe von drei Toren hinlegen und hielt den Vorsprung konstant. "Dann hatten wir zwischendurch aber immer wieder Hängephasen", sagte Weiß. Diese ermöglichten es den Magdeburgern, selbst Trefferserien hinzulegen. So erzielten sie etwa vier Tore in Folge und verkürzten zum 15:22.

In der 53. Minute hatte die TSG allerdings wieder den alten Abstand hergestellt (25:15). Der BSV konnte nicht mehr verkürzen und unterlag schließlich mit 20:31. Calbe ist mit diesem Sieg die Generalprobe für das Spitzenspiel am kommenden Wochenende beim SV Langenweddingen geglückt.

TSG Calbe: Wiederhold, Giesemann - Barby (2), Krause (4), Gieraths (1), Hulha (5), Kaiser (1), Rätzel (1), Marschall (2/1), Weiß (3), Sowa (5/3), Kralik (2), Hübner (5)

Siebenmeter: Calbe 4/4 - Magdeburg 8/5; Zeitstrafen: Calbe 11 - Magdeburg (4); Rot: Felix Kralik (58., 3x2 Minuten) - Calbe