Schönebeck l Einen echten Arbeitssieg fuhren die Handballer der SG Lok Schönebeck gegen den BSV Magdeburg II ein. Durch den 33:29 (17:19)-Erfolg behauptete das Team den zweiten Platz in der Verbandsliga. Viel Optimismus für die kommenden "Wochen der Wahrheit", wie Trainer Henning Stapf sie nannte, ließ die Vorstellung allerdings nicht wachsen.

Viel zu hektisch agierten die Gastgeber, schlossen ihre Angriffe frühzeitig und vorschnell ab. "Wir haben nicht zu unserem Spiel gefunden", haderte Stapf. "Vielleicht lag es am zehnten Tabellenplatz des BSV, dass wir uns nicht zu 100 Prozent konzentriert haben. Einige haben die Verantwortung nicht übernommen, sondern einfach weiter geschoben. Wir haben in der Abwehr nicht die richtige Einstellung zu den Würfen bekommen." Somit sah sich Lok zur Pause einem Rückstand gegenüber.

Der wuchs nach dem Wechsel zwischenzeitlich sogar auf fünf Tore an. Erst die Umstellung auf eine 5-1-Deckung in den letzten Minuten sorgte für die entscheidenden Vorteile. Mit Kontern, die zumeist von Mario Meißner verwandelt wurden, kämpfte sich Schönebeck zum 27:27-Ausgleich und zog davon.

"Am Ende hatten wir konditionelle Vorteile. Zudem haben Jost Mattisseck und Martin Schröder mit ihrer individuellen Klasse aufgetrumpft. Und auch unser Routinier Stefan Kazmierowski hat konstant seine Leistung gebracht", lobte Stapf. "Dennoch dürfen wir uns mit so einer Gesamtleistung nicht vor dem eigenen Publikum präsentieren." In der Tat muss Lok eine Schippe drauflegen, wenn in den nächsten Wochen in den Auswärtsspielen der Güsener HC (3.) und die HSG Osterburg (6.) warten.

Lok Schönebeck: Knörich - Schulz, Bauer (1), Warschkau (2), Kazmierowski (4/2), Mattisseck (6), Prokop, Maißner (5), Blumenthal (2), Meyer, Schröder (7), Krause (6/2)

BSV Magdeburg II: Dreiling - Lärm (7/2), Bulgrin (3), Seidler (2/1), Menzel (4), Jander (4), Aebi (1), Fresia, Dräger (1), Körner (3), Roewer, Völckel (4)

Siebenmeter: Schönebeck 4/4 - Magdeburg 4/3; Zeitstrafen: Schönebeck 2 - Magdeburg 8; Rot: Lars Bulgrin (10:11 Minuten), Robert Jander (3x2 Minuten, 59:00) -beide BSV Magdeburg II-