Die SG Lok Schönebeck II empfing den Zweiten der Handball-Bezirksliga, den HT Halberstadt. Nach der 24:31-Pleite im Hinspiel wollte das Team Revanche. Die ist ihm beim 32:28 (16:13)-Erfolg geglückt.

Schönebeck (lba/fna) l Von Beginn an wurden die körperlich überlegenen Gäste nicht nur in der Deckung, sondern auch im Angriff unter Druck gesetzt. Gute Kombinationen und schnelle Ballwege erzeugten immer wieder Lücken in der gegnerischen Abwehr. Diese wurden von Marvin Ernst und David Tomm genutzt. Beide Spieler warfen so zusammen 21 der 32 Tore. Die erste Halbzeit verlief bis zur 23. Minute sehr ausgeglichen (10:10). Schönebeck konnte sich dann bis zum Wechsel zum 16:13 absetzen.

In der zweiten Hälfte hatte Lok den besseren Start. Über die Spielstände 17:13, 20:16 und 25:18 wurde Halberstadt zum 27:19 förmlich überrannt. In der 48. Minute folgte der Schock für die Schönebecker. Robin Riedel erhielt seine dritte Zeitstrafe. Die Halberstädter nutzten diese Phase und fanden über ihren Routinier Torsten Reuner (Jahrgang 1968) besser ins Spiel, holten Tor um Tor auf. Lok produzierte zu viele Fehler.

Durch eine Auszeit versuchte das Trainergespann Lutz Bauer und Uwe Ehrecke etwas mehr Ruhe und Konzentration in die Schlussminuten zu bringen. Trotzdem erzielte der Gast etwa fünf Minuten vor dem Ende durch einen 8:0-Lauf den Ausgleich zum 27:27.

Dann kam der große Auftritt von Keeper Paul Niemann, der bereits im gesamte Spiel gut aufgelegt war. Er lief zur Hochform auf. Er parierte dabei drei freie Würfe und einen Siebenmeter. Die Lok-Sieben konnte durch Konter und einfache Tore zum 32:28-Endstand enteilen.

Bei den Harzern zollte man der SG Lok Respekt: "Wenn man sich den Spielverlauf ansieht, dann hat die Mannschaft gewonnen, die den Sieg mehr wollte. Wir haben nur 15 Minuten lang die richtige Einstellung gefunden. Dennoch haben wir uns um unseren Lohn gebracht, die Aufholjagd war schließlich umsonst", sagte Trainer Olaf Feldheim.

Schönebecks Lutz Bauer war zufrieden. "Wollen wir hoffen, dass jetzt ein starkes Spiel nach einem starken Spiel folgt", schaute er angesichts des Auftritts am Sonnabend (Anwurf: 17.30 Uhr) beim Fünften, HC Aschersleben II, voraus.

Lok Schönebeck II: Niemann - Weidner, Riedel (1), Sauerzweig, Ernst (10), Thiedig (2), Dette, Heller (8), Lindner, Henschke, Tomm (11)

HT Halberstadt: Pesenacker - Krause (5), Hamann (1), Dörge (5), Kutz (1), Fröhlich, Liebscher (7), Reuner (5), Niebuhr, Aschbrenner (4), Helß