Magdeburg (fna) l Einen komplett gebrauchten Tag erwischten die Handballerinnen der SG Lok Schönebeck. Beim Spitzenreiter der Sachsen-Anhalt-Liga, dem HSV Magdeburg, unterlagen sie aufgrund katastrophaler Chancenverwertung mit 18:35 (7:16). "Kämpferisch kann ich dem Team keinen Vorwurf machen", betonte Trainer Dirk Schedlo. "Wir haben uns viele Chancen herausgespielt. Allerdings haben wir die Würfe dann oftmals kläglich vergeben."

Die Misere zog sich über die gesamten 60 Minuten. "In wichtigen Situationen haben wir gute Möglichkeiten liegen gelassen, insgesamt auch drei Siebenmeter." Schon in der Anfangsphase wurde ein Strafwurf vergeben. Anstatt beim 2:4 den Anschluss zu erzielen, musste das Team einen 7:0-Lauf zum 9:2 für Magdeburg hinnehmen. "Wir waren im Abschluss zu unkonzentriert. Der HSV war uns im Angriff klar überlegen."

Mit der Defensive war Schedlo hingegen durchaus zufrieden. "Wir haben gut verschoben und ordentlich gearbeitet. Es wurde mehrfach Zeitspiel angezeigt." Und auch Keeperin Josephin Hecker, die früher aus dem Urlaub zurückgekehrt war, hatte mit starken Paraden, darunter mehrere Freie und Siebenmeter, einen großen Anteil daran, dass der Rückstand nicht größer wurde. Am Ende brachen die vielen einfachen Gegentreffer nach Kontern das Genick. "Es war ein Spieltag zum Vergessen."

Schönebeck: Hecker, Nowicki - Wolf (4), Arnold (1), Bauer (6), Depta (3), Rauschenbach, Krause (1), Sauer (1), Hoffmann, Freiberg, Moschner, Broßat (2), Bullert

Siebenmeter: Magdeburg 3/0 - Schönebeck 6/3; Zeitstrafen: Magdeburg 4 - Schönebeck 4