Die Landesmeisterschaften des Karateverbandes Sachsen-Anhalt in Egeln warteten mit über 200 Starts auf. Trotz der großen Konkurrenz zeigten die Schönebecker Kämpfer eine noch bessere Leistung als 2014.

Egeln (dku/fna) l In der U 9 gelang Peter Sebastian Bleich mit der Kata Heian Shodan der Sprung ins Finale, in dem er sich den titel sicherte. In der U 11 zeigten Chantal Rießland und Emily Beinhoff gute Katas, sie mussten sich aber im kleinen Finale geschlagen geben und wurden Fünfte. In der U 16 zeigte Nadin Kusch gewohnt starke Katas und zog mit Kanku-Sho und Gojushiho-Sho ins Finale ein, das sie mit Gankaku und 5:0 für sich entschied. Eric Hertl gelang mit sehr schnellen Bewegungen und den Katas Jion und Bassai-Dai ebenfalls der Sprung in die Endrunde. In dieser stand er mit der Kata Empi nicht 100-prozentig sicher und wurde Zweiter.

In der U 18 trat Jerome Schroeder seine ersten Titelkämpfe an. Er überzeugte mit der Kata Jion in der Vorrunde. Im Poolfinale stand er dem amtierenden und späteren Landesmeister Lucas Tomischka gegenüber und verlor. Im kleinen Finale gab Jerome nochmal alles und gewann mit der Kata Kanku-Sho die Bronzemedaille. Jonas Martin fand sich nach langer Wettkampfabstinenz auch im kleinen Finale wieder. Er präsentierte Gojushiho-Sho und sicherte sich den dritten Platz.

Im Kumitebereich der U 11 zeigten Chris Alexander Bleich und Laurin Flamm (bis 30 Kilogramm) gute Vorrunden. Im Finale kämpften beide Schönebecker um Gold, am Ende lag Chris Alexander eine Nasenlänge vorn.

Peter Sebastian Bleich (bis 35 Kilogramm) dominierte seine Vorrunden. Im Finale konnte er dann überlegen mit 10:0 den Landesmeistertitel an sich nehmen. Valentin Lachnitt (bis 40 Kilogramm) punktete in den Vorrunden ebenfalls. Im Finale musste er sich knapp mit 1:2 geschlagen geben, sodass er den Vizetitel gewann.

Denise Krause (U 14, bis 40 Kilogramm) erwischte gleich in der ersten Begegnung die Platzierte der Deutschen Meisterschaft und amtierende Landesmeisterin Jasmin Leiner. Die Schönebeckerin gab alles, musste sich aber mit 1:3 geschlagen geben. Am Ende erreichte sie Platz drei. Maximilian Krieg (U 14, über 53 Kilogramm) setzte sich in den Vorrunden durch und fand sich im Finale wieder. In diesem gab er alles, kam aber mit der Größe seines Gegners nur schwer zurecht und verpasste am Ende knapp den Titel, darf sich aber stolz Vizelandesmeister nennen.

Die drei U 16-Kämpfer Nadin Kusch, Alex Bassarab und Hannes Krüger punkteten in ihren Vorrunden problemlos und zogen ins Finale ein. Alex (bis 45 Kilogramm) hatte die größten Probleme mit seinem Gegner. Zwar setzte er im Finale regelmäßig Punkte, musste aber diese aufgrund von Verwarnungen immer wieder abgeben. Am Ende stand es 4:5 gegen den Schönebecker, sodass er mit dem zweiten Platz Vorlieb nehmen musste. Hannes (bis 57 Kiligramm) dominierte seinen Gegner im Finale und sicherte sich durch technischen K.o. mit 8:0 den Landesmeistertitel. Auch Nadin (über 54 Kilogramm) hatte im Finale keine größeren Probleme mit ihrer Gegnerin und durfte ebenfalls durch technischen K.o. mit 9:0 den Landesmeistertitel entgegennehmen. Für Nadin heißt das, dass sie sowohl den Titel Landesmeister Kata als auch Landesmeister Kumite von 2014 verteidigte.

In der Altersklasse U 18 startete nun Anna Bassarab (über 53 Kilogramm). Sie lieferte taktisch starke Kämpfe. Im Finale war ihre Gegnerin allerdings eine Nuance schneller. Die Schönebeckerin musste sich mit 1:3 geschlagen geben, verteidigte aber ihren Titel als Vizelandesmeisterin.

Als letzter Starter des Tages nahm Alexander Krüger (Ü 18, über 84 Kilogramm) den Kampf auf. Er zog ebenfalls problemlos ins Finale ein. In diesem stand er einem starken Gegner gegenüber. Nach spannendem Duell und großartigem Kampfverhalten der beiden Athleten musste Alexander sich mit 2:3 geschlagen geben - somit ein weiterer Vizelandesmeistertitel für die Elbestädter.

Am Ende standen sechs Titel, sieben Vizelandesmeister und drei Drittplatzierte auf der Liste der Schönebecker Karatekas. Somit gelang ihnen nochmal eine Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr. "Gedankt sei allen Startern, Trainern und Betreuern, ohne deren gute Zusammenarbeit und gegenseitigem Vertrauen solche Erfolge nicht möglich wären", betonte Dennis Kusch, der Vereinsvorsitzende.

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