Calbe (gle/fna) l In der Handball-Bezirksliga war am vergangenen Wochenende Derbyzeit. Es trafen die Reserve-Teams der TSG Calbe und der SG Lok Schönebeck aufeinander. Nach zuletzt guten Spielen wollten die Gastgeber an diese Leistungen anknüpfen und sich mit einem Erfolg für den schwachen Auftritt aus dem Hinspiel (30:27 für Lok) rehabilitieren. Am Ende gelang ihnen das mit einem 39:22 (20:11)-Erfolg eindrucksvoll.

Bis Mitte der ersten Hälfte war es eine ausgeglichene Partie. Calbe behauptete zwar stets eine knappe Führung, war aber in vielen Situationen vor allem in der Abwehr zu zögerlich und unkonzentriert, um sich weiter abzusetzen. Erst mit einem Zwischenspurt vom 10:8 zum 15:8 sorgten die Hausherren für klare Verhältnisse. Die Abwehr und Torhüter Philipp-Peter Giesemann arbeiteten nun konzentriert zusammen und ließen kaum noch Tormöglichkeiten für Schönebeck zu.

Im Gegenzug funktionierte das Umkehrspiel deutlich besser. Dabei nutzte vor allem Tony Maynicke immer wieder seine Schnelligkeit. Daneben war es Felix Herget, der nicht nur mit seinen Toren überzeugte, sondern auch als Passgeber zum Kreisspieler Dominic Fahrholz, der seine Tormöglichkeiten diesmal souverän nutzte. Bis zur Halbzeit wuchs der Vorsprung vorentscheidend zum 20:11 an.

Sicherlich auch etwas begünstigt durch den Ausfall des einzigen Torhüters auf Schönebecker Seite (Fieber), verlief die zweite Spielhälfte sehr einseitig. Calbe hatte die Begegnung und den Gegner jederzeit im Griff und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Schönebeck war in der fair geführten Partie nur noch auf Schadensbegrenzung bedacht.

Am Ende konnte sich Calbe über einen 39:22-Erfolg freuen. Damit festigte die TSG-Reserve ihren sechsten Tabellenplatz und rückte, auch bedingt durch die Ergebnisse vom Wochenende, näher an die besser platzierten Teams heran.

Calbe II: Giesemann, Kaiser - Tischler, Kausmann, Herget (9/2), Möbus (4), Fahrholz (8), Ulrich (6), Kralik (4), Maynicke (8)

Schönebeck II: Weidner, Sauerzweig (5), Ernst (4), Dette (2), Lindner (dann im Tor und einen Siebenmeter gehalten), Tomm (1), Henschke (2); Lagribi (2), Riedel (6)