Schönebeck (nrc) l Eigentlich sollte eine spielfreie Pause einer Mannschaft dazu dienen, sich zu erholen, um dann mit vollem Kader in die nächste Partie zu starten. Doch Dirk Schedlo, Trainer der SG Lok Schönebeck, sieht recht besorgt auf das Handball-Heimspiel gegen die BSG Aktivist Gräfenhainichen. Die Partie in der Sachsen-Anhalt-Liga beginnt heute um 17.30 Uhr.

"Ich hoffe, dass es bei den momentanen zwei Ausfällen bleibt", sagt der Coach zwar mit scherzhaftem Unterton, allerdings weiß er genau, dass er jede Spielerin braucht. Auf Nicole Moschner und Carolin Schedlo muss er verletzungsbedingt definitiv verzichten. Aber nicht nur aufgrund der Personalage "ist die Situation ganz anders als im Hinspiel". Dieses gewann Lok recht deutlich mit 35:28. Damals konnte sich vor allem Katharina Depta mit einer tollen Wurfquote (neun Treffer bei zehn Versuchen) glänzen. "Dieses mal wird es ein schweres Spiel", glaubt Schedlo. "Dass zwischen uns und Gräfenhainichen fünf Plätze liegen, resultiert noch aus der Hinrunde. Beide Mannschaften begegnen sich auf Augenhöhe."

Dennoch tritt Lok nicht an, um Gastgeschenke zu verteilen, schließlich hat das Team ein Heimspiel. "Wir wollen die zwei Punkte einfahren, um unseren Tabellenrang zu halten und vielleicht noch ein bisschen zu klettern." Aber auch die BSG kann zwei Zähler gut gebrauchen. Zwischen Gräfenhainichen und den Abstiegsrängen liegen nur drei Punkte und bis zum Neunten, SV Anhalt Bernburg, sind es schon sechs Zähler. Da ist ein harter und spannender Kampf vorprogrammiert.