Salzlandkreis (nrc) l Ohne Schiedsrichter kann ein Spiel nicht stattfinden. Aber auch die Unparteiischen werden, wie auch die Vereine, von einer zunehmenden "Alterung" geplagt. Frische Gesichter müssen her. Aus diesem Grund veranstaltete der Kreissportbund Salzlandkreis (KSB) in den vergangenen Wochen sieben Lehrgänge und konnte an deren Ende insgesamt 14 neue Schiedsrichter in seinen Reihen aufnehmen.

Die Altersspanne reichte von gerade einmal zwölf bis 43 Jahren. Schiedsrichter-Obmann Daniel Otto lobte vor allem die jüngsten Teilnehmer. "Ich bin wirklich positiv überrascht, wie wissbegierig und interessiert die jungen Menschen waren und was sie schon an Kenntnissen mitbrachten."

Im abschließenden Lehrgang, der im Vereinsheim des TV Askania Bernburg stattfand, wurden den Teilnehmern noch einmal die Grundkenntnisse der Regeln des Deutschen Fußballbundes (DFB) vermittelt. Im Anschluss erfolgte die Prüfung. Geleitet wurden die Seminare von Lehrwart Sirko Müke und seinem Stellvertreter Mathias Rommel. "Beide haben sehr gute Arbeit geleistet, sowohl in der Vorbereitung als auch der Durchführung", sagte Otto. Insgesamt leitete das Gespann sieben Lehrgänge.

Mit bestandener Prüfung erhielten die frischgebackenen Unparteiischen sogenannte Schiedsrichtermappen. "Dort ist alles drin, was man braucht. Karten, eine Pfeife und Spielquittungen", erklärte Otto. Außerdem überreichte der Obmann jedem einen Ausweis.

Die neuen Schiedsrichter werden vor allem in Nachwuchsbereich eingesetzt. "Alle fangen erst einmal auf Kleinfeld an. Bei entsprechender Eignung werden sie dann auch auf Großfeld eingesetzt." Diejenigen, die auch im Männerbereich arbeiten dürfen, werden dann in der Kreisklasse eingesetzt.

Nun hat der Salzlandkreis ein Plus von 14 neuen Schiedsrichtern verbucht - vorerst. "Das liegt daran, dass Kollegen, die aus Altersgründen ausscheiden, erst am Saisonende gehen." Es werden also auch weiterhin neue Gesichter gesucht. "Hier sind die Vereine gefragt", sagte Otto. "Sie können ihre Kandidaten gern für Lehrgänge beim Schiedsrichterausschuss anmelden." Dieser sammelt die Anträge und "wenn wir eine lohnende Zahl, meistens ab neun oder zehn, zusammen haben, bieten wir wieder neue Lehrgänge an."