Die Handballerinnen der SG Lok Schönebeck kommen in der Rückrunde weiterhin nicht richtig in den Tritt. Gegen Aktivist Gräfenhainichen setzte es eine knappe 27:29 (11:13)-Niederlage. Es war bereits die vierte Pleite in Folge. Erfolgreichste Werferin war Lisa Wolf mit neun Treffern.

Schönebeck l Dabei verlief die Partie zunächst in gewünschten Bahnen. Bis zum 6:6 war die Welt noch in Ordnung. Erst dann gelang den Gästen die Führung, die sie bis zum Ende behaupteten. "Wir können so einen Rückstand derzeit nicht kompensieren", haderte Trainer Dirk Schedlo. "Wir arbeiten gut, vor allem über die linke Seite. Aber es kommt zu wenig Entlastung von rechts." Lisa Wolf auf halblinks und Katharina Depta auf linksaußen erzielten zusammen 16 der 27 Treffer - mehr als die Hälfte also. "Aber darauf konnte sich Gräfenhainichen irgendwann einstellen."

"Die Mannschaft hat gekämpft. Aber wir können es momentan nicht kompensieren."

In der Folge mühte sich Schönebeck weiter und hielt den Rückstand, der nie mehr als drei Treffer betrug, konstant, doch die Wende gelang nicht. "Die Mannschaft hat gekämpft und versucht, sich auf die neue Situation einzustellen, aber es ist uns nicht gelungen. Es fehlt einfach die Durchschlagskraft." Am Ende kamen auch noch Pech und strittige Schiedsrichter-Entscheidungen dazu, Aktivist erhielt in den letzten Minuten drei Strafwürfe, "die so nicht berechtigt waren", schätzte Schedlo ein. Insgesamt waren den Gästen zehn Siebenmeter zugesprochen worden, Schönebeck lediglich fünf. "Aber daran lag es nicht."

Schedlo möchte die Partie nun so schnell wie möglich abhaken und sich auf das bevorstehende Duell beim SV Anhalt Bernburg vorbereiten, das am Sonnabend um 14 Uhr in der Sporthalle "Am Eichenweg" angepfiffen wird. Dafür hofft der Coach auf eine gute Trainingsbeteiligung, damit Abläufe, Abstimmung und Zusammenspiel trainiert werden können. Vor allem im rechten Rückraum sieht Schedlo noch viel Potenzial. "Ich hoffe, dass Dienstag und Freitag möglichst viele Spielerinnen anwesend sind", nimmt er seine Schützlinge in die Pflicht.

Lok Schönebeck: Hecker, Nowicki - Wolf (9), Arnold (4), Hoffmann, Bauer (2), Depta (7), Rauschenbach, Krause (5), Sauer, Freiberg (1), Broßat, Bullert

Siebenmeter: Schönebeck 5/4 - Gräfenhainichen 10/6; Zeitstrafen: Schönebeck 3 - Gräfenhainichen 4