Schönebeck (nrc) l Der Blick in die Tabelle ist für den Schönebecker SV derzeit kein Vergnügen. Die Fußballer belegen in der Landesliga den zwölften Platz und haben nur fünf Zähler Luft auf einen Abstiegsrang. Es müssen also Punkte her. Diese will der SSV morgen ab 15 Uhr gegen den SV Fortuna Magdeburg einfahren. Dabei treffen die Elbestädter auch auf einen alten Bekannten: Sascha Döring.

Aber das steht für Michael Steffen nicht zur Debatte. Viel wichtiger ist, dass seine Mannschaft Punkte sammelt. "Wir wissen, wo wir stehen und was wir tun müssen, um unsere Situation zu verbessern. Wer da nun kommt, ist erst einmal zweitrangig."

Die Magdeburger befinden sich, ähnlich wie der SSV, in einer schwankenden Form. Zuletzt gewannen sie mit 3:0 gegen Schlusslicht SV Förderstedt und davor unterlagen sie mit 0:3 beim Kreveser SV. Zu unterschätzen sind sie allerdings nicht - vor allem in der Abwehr. Hier sieht es beim SV Fortuna nämlich besser aus als bei den Schönebeckern. 27 Gegentreffer stehen den 47 des SSV gegenüber.

Dafür sind sich beide Mannschaft offensiv recht ähnlich, hier hat Fortuna nur mit einem Tor die Nase vorn. "Aber es gibt ein altes Sprichwort", weiß Steffen. "Am Ende muss man einen Treffer mehr erzielen als der Gegner." Und genau das ist das erklärte Ziel der Elbestädter. Im Hinspiel gelang dieses Vorhaben, als der SSV mit 3:2 als Sieger vom Feld ging. Der goldene Treffer fiel damals in der 84. Minute durch Florian Mentzel (inzwischen nicht mehr beim SSV). Es war auch das einzige Tor in der zweiten Halbzeit.

Die drei Punkte wären für den SSV nun tatsächlich Gold wert, denn damit würden sie auf Platz zehn klettern und damit wieder genug Abstand zwischen sich und dem drohenden Tabellenkeller bringen. Das Problem: Magdeburg ist in einer ähnlichen Situation. Der achte Rang ist wackelig. Ottersleben, Irxleben und Tangermünde sitzen dem SV Fortuna im Nacken. Gleichzeitig sind die Landeshauptstädter selbst in Lauerstellung auf Plätze im sicheren Mittelfeld. Mit 24 Punkten liegen sie nur knapp hinter Krevese und Calbe. Die Zuschauer dürfen sich auf ein spannendes Spiel einstellen.

"Wir werden den Kampf annehmen", sagt Steffen. Ob er dafür auf einen vollen Kader zählen kann, dazu äußerte er sich abschließend nicht. Es gäbe noch einige angeschlagene Spieler, hinter deren Einsatz ein Fragezeichen steht und "bei denen wir sehen müssen, ob sie sich auskurieren konnten".

SR: Stefan Dehhmel (Gommern), Hinspiel: 3:2