Schönebeck (nrc) l Die personelle Ausgangslage war für den Schönebecker SC alles andere als positiv, als sich der Fußball-Verbandsligist auf eigenem Rasen gegen den Haldensleber SC behaupten musste. Gleich drei Keeper halfen auf dem Feld aus. Dass dies aber nicht unbedingt ein Nachteil sein muss, bewies Lucas Schulz. Er hütet zwar gewöhnlich den Kasten bei den Elbestädtern, aber gegen den HSC erzielte er bei der 1:3 (0:2)-Niederlage den Ehrentreffer. Ganz verwunderlich war es allerdings nicht. "Lucas ist gelernter Stürmer", erklärte SSC-Trainer Christian Kehr.

Im Tor der Gastgeber stand Christopher Becker, der "vor allem in der zweiten Halbzeit einen guten Job gemacht hat", erkannte Kehr an. Becker lernte aus den "Fehlern, die er in der ersten Hälfte gemacht hat und hat versucht, sie wieder auszubügeln".

Nicht ganz so gut sah er beispielsweise beim 0:1 aus, als Haldensleben mit schnellem Umkehrspiel vor dem SSC-Tor auftauchte und Clemens-Paul Berlin nur noch einnetzen brauchte (36.). Nur vier Minuten später erzielte er auch das 2:0 nach einer Ecke.

Leicht machte es der SSC den Gästen allerdings nicht. "Von der Einstellung und der Laufbereitschaft war das eine gute Vorstellung von uns", lobte der Trainer. "Wir hatten nur immer wieder Aussetzer, die Haldensleben sofort bestraft hat. Zudem war unsere Chancenverwertung nicht gut." Ein Beispiel: Christian Baartz schloss zu überhastet ab und traf dadurch nur die Latte. "Sonst hätte es 2:3 gestanden."

Schönebecker SC: Becker - Michaelis, Braun, Fitzner (60. Schulz), Degraf, Döring (67. Zöge), Baartz, Guhde, Soethe (46. Göbel), Jaennecke, Breitmeier

Tore: 0:1, 0:2 Clemens-Paul Berlin (36., 40.), 0:3 Rene Hasse (54.), 1:3 Lucas Schulz (62.); SR: Patrick Menz (Rothenburg); ZS: 35