Sechs Punkte aus drei Spielen - die Handballer des Glinder HV "Eintracht" haben inzwischen eine kleine Serie aufgebaut und arbeiten sich zurück ins sichere Mittelfeld der Verbandsliga. Den dritten Sieg in Serie fuhr der GHV mit 30:22 (18:10) gegen den FSV Magdeburg ein.

Glinde l Und ein Glinder startete seine ganz persönliche Serie: Marco Lugoboni stand sein viertes Spiel im Kasten der "Eintracht" und war gut aufgelegt. So entschärfte er in der zweiten Halbzeit sowohl einen Angriff als auch den Nachwurf. "Marco stand früher schon mal im Tor und hat Erfahrung auf dieser Position", erklärte Julian Bauer aus dem Spieler-Trainer-Gespann mit Michael Kreyenberg. "Wir haben uns entschieden, ihn wieder in den Kasten zu stellen, um Julian Bartels, unseren einzigen Torhüter, ein bisschen zu entlasten." Die beiden Keeper bildeten einen starken Rückhalt für die Gastgeber. Die Magdeburger bissen sich vor allem in der ersten Halbzeit an ihnen die Zähne aus.

Dass Glinde bis zur Pause ein komfortables Polster von acht Treffern erzielen konnte, lag aber nicht nur an den guten Torhütern. "Wir haben unter der Woche vor allem die erste und zweite Welle trainiert", erläuterte Bauer. "Außerdem wollten wir mit viel Tempo agieren. Das ist uns gelungen." Bis zum Stand von 6:6 war die Partie noch recht ausgeglichen, dann startete der GHV eine Dreierserie und baute zunächst einen Vorsprung zum 9:6 auf. Der FSV verkürzte zum 7:9, aber die Gastgeber waren nun in Torlaune und enteilten zum 14:7. "Die Mannschaft hat sehr gut mitgezogen", lobte Bauer.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit blieb Glinde die bestimmende Mannschaft auf der Platte. Der FSV wurde zunehmend ungeduldig und nahm dadurch viele Würfe zu früh oder aus ungünstigen Positionen. Das Ergebnis: Über die Stationen 18:11, 20:11 und 22:12 konnte die "Eintracht" auf zehn Tore vorentscheidend davonziehen.

Vielleicht war es aber gerade dieser Vorsprung, der die Gastgeber schließlich selbst unachtsam werden ließ. In den letzten 15 Minuten leistete sich Glinde nun seinerseits zu viele Fehlwürfe, sodass es den Magdeburgern noch gelang, den Rückstand auf acht Tore zum 22:30-Endstand zu verkürzen. Mehr war allerdings nicht möglich.

Glinde: Bartels, Lugoboni - Freiberg, Bauer (7), Herrmann (3), Kowaczek (1), Recker (2), Martin Kreyenberg (1), Michael Kreyenberg (9/2), Max Kreyenberg (7)

Siebenmeter: Glinde 2/2 - Magdeburg 7/6; Zeitstrafen: Glinde 6 - Magdeburg 3; Rot: Felix Recker (3x2 Minuten; 56:04) - Glinde -