Calbe (khu/nrc) l Mit lediglich 13 Spielern aus drei Vereinen hatte die Schach-Kreiseinzelmeisterschaft des Salzlandkreises eine mäßige Beteiligung. Der Schönebecker SV war mit sechs Spielern vertreten, Einheit Staßfurt stellte vier und Gastgeber TSG Calbe drei Starter. Überraschend war auch Aufbau Bernburg, sonst immer mit reger Beteiligung, nicht vertreten. Salzland Staßfurt, Blau-Weiß Barby und der SV Lok Aschersleben fehlten auch ganz. Nach seiner Auftaktniederlage in Runde eins gegen Karl-Heinz Ulrich (TSG Calbe) stieg auch Reinhold Reimann (Schönebecker SV) aus dem Turnier aus und reduzierte die Teilnehmerzahl auf zwölf.

Die Spieler des Gastgebers waren aufgrund ihrer Wertungszahlen Setzlisten-Favoriten, darunter Titelverteidiger Thomas Mühlen. Es entwickelte sich ein spannendes Turnier, wobei in Runde eins die Überraschungen noch ausblieben. Im zweiten Durchgang setzte Andreas Mann (Einheit Staßfurt) ein erstes Ausrufezeichen, als er Alfred Weigelt (TSG Calbe) besiegen konnte.

Neben Mann waren bis dahin auch Mühlen, Ulrich sowie Hartmut Radonz (Einheit Staßfurt) verlustpunktfrei geblieben. Als in Runde drei aus diesem Führungsquartett lediglich Ulrich gegen Radonz gewann, während Mühlen und Mann remisierten, lag Ulrich am Ende des zweiten Tages mit einem halben Zähler Vorsprung ungeschlagen vorn. Der Calbenser behielt diese Führung auch nach der vierten Runde nach einem Remis gegen Mann, nachdem auch Mühlen nicht über ein Unentschieden gegen Radonz hinaus gekommen war.

Mit ihren jeweils dritten Siegen schoben sich nun auch Otfried Zerfass und Joachim Brandt (beide SSV) an Radonz vorbei und hatten gleichfalls noch Chancen auf einen Medaillenplatz. Die Schlussrunde brachte mit dem Calbenser Vereinsduell Ulrich gegen Mühlen die beiden Setzlisten-Favoriten an ein Brett, während Mann gegen Zerfass antrat. Beide mussten gewinnen, da Ulrich die schlechteste Feinwertung hatte und Mühlen einen halben Zähler zurück lag.

Im Duell Zerfass gegen Mann konnte sich der Staßfurter den Gesamtsieg sichern, falls das Spitzenspiel Remis enden würde. Das dann auch hart umkämpfte Unentschieden zwischen Ulrich und Mühlen brachte allerdings keinem der beiden den Turniersieg. Denn Mann gewann nach einem Bauerndurchbruch im Zentrum auch gegen Zerfass und kam mit starken vier Punkten aus fünf Runden aufgrund der besseren Feinwertung vor Ulrich ins Ziel.

Die Überraschung war perfekt, da Mann nach den Wertzahlen lediglich auf vier gesetzt wurde. Mühlen wurde mit einem halben Zähler dahinter Dritter. Brandt verpasste den Sprung auf Platz drei durch sein Remis gegen Radonz in der längsten Partie des Tages und wurde Vierter.