Erfolg Nummer vier in Serie - die Handballer des Glinder HV "Eintracht" haben aus der Hinrunde gelernt und starten derzeit eine Aufholjagd in der Verbandsliga. Mit 31:28 (17:17) siegten sie gegen den Tabellennachbarn TuS Magdeburg-Neustadt.

Glinde l Nur bei einem lief es nicht wie sonst. Spieler-Trainer Julian Bauer, aus dem Gespann mit Michael Kreyeberg, erwischte keinen guten Tag. Zwar arbeitete er wie gewohnt stark in der Deckung, aber dafür war er ungewohnt fahrlässig im Angriff. Die Bälle entglitten seinen Händen, bei Kontern war er einen Schritt zu spät oder beförderte den Ball ans Aluminium. "Das war einfach nicht mein Tag", gestand Bauer ein.

Aber damit war der Spieler-Coach bei Weitem nicht allein. Die gesamte Mannschaft war in der ersten Hälfte unkonzentriert. "Wir haben vorn einfach zu viele einfache Fehler produziert", fasste Bauer zusammen. Dadurch verspielte Glinde seinen Vorsprung, den sich das Team in den ersten 15 Minuten erarbeitete. Über die Stationen 4:2, 7:3, 11:5 und 12:7 zogen die Gastgeber auf fünf Tore davon.

Aber TuS war geduldig und nutzte die Schwächen des GHV sofort, um mit einer Serie von sechs Treffern in Folge zuerst zum 12:12 auszugleichen und dann zum 13:12 in Führung zu gehen. Nun war es die Eintracht, die bis zum Pausenstand von 17:17 einem Rückstand hinterlief und immer wieder ausgleichen musste.

Daher sprachen Bauer und Kreyenberg in der Kabine auch die Konzentration im Angriff an. "Wir wollten einen Schnitt machen und in der zweiten Hälfte noch einmal von Null beginnen." Diese Taktik hielt dem Team den Kopf frei. Die Angriffe gelangen nun besser, aber Glinde konnte den Gegner nicht auf mehr als drei Treffer (26:23) abschütteln.

Dass die Differenz so gering blieb, lag allerdings sowohl an der guten Deckung beider Mannschaften als auch an den vielen Fehlwürfen auf beiden Seiten. Hinzu kamen auch starke Torhüterleistungen. So entschärfte Marco Lugoboni, wie auch schon im vergangenen Spiel, sowohl Angriffe als auch deren Nachsetzer. Julian Bartels parierte zwei Siebenmeter. Auf der anderen Seite gelang es auch Magdeburgs Keeper Nico Hoffmann, vor allem bei Tempo-Gegenstößen, seinen Kasten sauber zu halten.

Die Konter bestimmten auch die zweite Halbzeit. "Wir wussten noch aus dem Hinspiel, dass TuS darin besonders stark ist und haben uns im Training auch entsprechend darauf vorbereitet", sagte Bauer. Dies zahlte sich aus und Glinde reist nun mit seiner Serie von vier Siegen am Sonnabend, 11. April, zum Derby zur SG Lok Schönbeck.

Glinder HV "Eintracht": Bartels, Lugoboni - Freiberg, Bauer (5/1), Herrmann (4), Kowaczek (2), Recker (4), Martin Kreyenberg (1), Michael Kreyenberg (6/1), Max Kreyenberg (9/1)

Siebenmeter: Glinde 5/3 - Magdeburg-Neustadt 4/2; Zeitstrafen: Glinde 6 - Magdeburg-Neustadt 9; Rot: Kevin Krause (3x2 Minuten, 58:19) - Magdeburg-Neustadt -