Oebisfelde (nrc) l Den vergangenen Spieltag in der Sachsen-Anhalt-Liga können die Handballerinnen der SG Lok Schönebeck nur abhaken. Denn mit 22:33 (4:17) kamen die Elbestädterinnen beim SV Oebisfelde vor allem in der ersten Hälfte gehörig unter die Räder. In der Tabelle belegen sie nun den achten Rang.

Trainer Dirk Schedlo konnte sich nicht erklären, was in seine Sieben gefahren war. "Wir haben überhaupt keinen Zugriff auf das Spiel und den Gegner bekommen. Die Mannschaft wirkte wie blockiert, fast ängstlich." Bis zur elften Minute erzielte Lok drei Treffer, Oebisfelde sechs. Nach dieser Phase konnten die Gäste nur noch einmal punkten. Der SVO nutzte die desaströse Abschlussschwäche gnadenlos und enteilte vorentscheidend zum 17:4-Halbzeitstand.

Schedlo wurde dennoch nicht laut in der Kabine. "Ich habe versucht, die Situation sachlich zu analysieren." Der Trainer forderte mehr Beweglichkeit und Druck von allen Positionen. "Das haben die Spielerinnen auch umgesetzt." Die Bilanz der zweiten Hälfte sprach für sich. Oebisfelde netzte noch 16 weitere Male ein, Lok erzielte 18 Tore - ein plus von zwei gegenüber dem Gegner.

Zufrieden war der Trainer allerdings ganz und gar nicht. "Ein Sieg war an diesem Tag gegen Oebisfelde zwar nicht möglich, aber wir hätten die Partie weitaus interessanter gestalten können. Aber die erste Hälfte hat uns das Genick gebrochen." In der Pause über die Osterfeiertage wird sich Schedlo im Training etwas einfallen lassen, um "die Verantwortung im Angriff besser zu verteilen. Derzeit lastet sie auf zu wenigen Schultern." Beispielsweise auf denen von Lisa Wolf und Nicole Krause, die insgesamt 15 Treffer und damit über die Hälfte der gesamten Tore für der Schönebeck erzielten.

Schönebeck: Hecker - Wolf (7), Krause (8/7), Bauer (1), Depta (2), Rauschenbach, Sauer, Moschner (2), Brosat (2), Bullert

Siebenmeter: Oebisfelde 3/3 - Schönebeck 9/7; Zeitstrafen: Oesbifelde 5 - Schönebeck 2