Salzlandkeis (chj) l Über das verlängerte Osterwochenende könnte sich die Tabelle in der Fußball-Salzlandliga deutlich verändern. Sowohl heute als auch am Montag werden nämlich sechs Nachholspiele ausgetragen - sofern Orkan "Niklas" dies zulässt. Auf Rathmannsdorf, Wolmirsleben, Egeln und Hakeborn warten aufgrund der Doppelbelastung allerdings eher belastende statt geruhsames Ostern.

Eine Belastung nimmt der MTV Welsleben im Kampf um den Klassenerhalt gern in Kauf, wenngleich heute ab 15 Uhr gegen Alsleben nur ein dünner Kader zur Verfügung steht. Das größte Problem sieht Trainer Frank Tellge jedoch nicht in der Aufstellung, sondern in der Offensive. "Wir hatten gegen Hakeborn sieben oder acht 100-prozentige Chancen und kein Tor erzielt." 17 Treffer in 19 Partien - der MTV stellt den schwächsten Angriff der Liga. Von Resignation ist aber keine Spur beim Schlusslicht. "Solange es rechnerisch möglich ist, werden wir alles versuchen." Das gilt auch für heute gegen Favorit Alsleben. "Zuhause ist alles möglich." Tellge ist aber auch Realist. "Wenn wir am Ende die Klasse nicht halten, hatten wir es einfach nicht verdient."

In Rathmannsdorf ist die Situation eine ganz andere. Denn mit zwei Siegen aus beiden Partien (gegen Wolmirsleben und Hakeborn) könnte der SVR bis auf Rang vier klettern. Trainer Frank Oehme schaut dem Vorhaben entspannt entgegen. "Unser Ziel ist es, unter die ersten Fünf zu kommen."

Das Osterwochenende allein sei dafür zu kurzfristig gedacht. Oehme hofft, angesichts von zwei Auftritten vor heimischer Kulisse auf gutes Wetter. "Dann würden mehr Zuschauer den Weg zu uns finden." Bleibt abzuwarten, ob "Niklas" dies zulässt?