Gnadau (bjr) l Gemessen am 1:9-Debakel aus dem Hinspiel haben die Fußballer der SG Gnadau am Sonnabend gegen den TSV Rot-Weiß Zerbst eine 180-Grad-Wende hingelegt. Die "Fliederparkkicker" nahmen den Kampf gegen den Tabellenvierten an und bewiesen Moral, indem sie einen zweimaligen Rückstand egalisierten. Das Problem: Im Abstiegskampf der Landesklasse, Staffel III, zählen Ergebnisse. Und dieses passte bei der 2:4 (1:1)-Pleite vor 43 Zuschauern einmal mehr nicht beim Schlusslicht.

Nachdem die Gastgeber in der Anfangsphase einige Klippen umschifften, unter anderem traf der Zerbster Otto Möbius den Pfosten, setzte es nach einer halben Stunde den ersten Nackenschlag in Form des 0:1. Doch Marcel Könning glich noch vor dem Seitenwechsel aus und brachte sein Team zurück ins Spiel (39.).

Doch aus dem Torschützen von eben wurde kurz nach Wiederanpfiff der Unglücksrabe des Tages: Könning traf ein zweites Mal, diesmal jedoch ins eigene Tor - 1:2.

In der Folge waren wieder die Gastgeber am Drücker. Auch TSV-Coach Torsten Marks musste anerkennen: "Es war ein Spiel auf Augenhöhe." So kam es nicht von ungefähr, dass der eingewechselte Thomas Frauendorf den zweiten Gnadauer Ausgleich des Nachmittags besorgte (62.). Fatalerweise wendete sich das Blatt noch ein letztes Mal. Zerbst, das anschließend wieder mehr investierte, lenkte die Partie durch zwei Treffer in der Schlussviertelstunde (79., 88.) in die für sich richtigen Bahnen.

SG Gnadau: Kerzel - Hoffmann, Paasch, Kühne, Bläsing, Rudloff, Glode, Könning, Wenzel, Steigleder (58. Frauendorf)

TSV Rot-Weiß Zerbst: Werner - H. Ernst (65. Wollgast), Fischer, F. Sens, D. Ernst, Lukan, Tiede, P. Möbius (55. Böning), Gieseler, M. Syring, O. Möbius (53. Wiegelmann)

Tore: 0:1 Patrick Möbius (33.), 1:1 Marcel Könning (39.), 1:2 Marcel Könning (47., ET), 2:2 Thomas Frauendorf (62.), 2:3 Bastian Wiegelmann (79.), 2:4 Steve Wollgast (88.); SR`in: Josefin Reinsch (Magdeburg), Franz-Detlef Stietzel, Julien-Rene Franke; ZS: 43