Der TSV Kleinmühlingen/Zens bleibt der Angstgegner des SV Eintracht Gommern. Der Spitzenreiter der Fußball-Landesklasse gewann beim Tabellen-15. mit 1:0 (0:0). In den vergangenen vier Jahren war es der achte Sieg im achten Spiel für die Bördeländer. Schütze des goldenen Tores war Kapitän Sebastian Durrhack.

Gommern l Es war eine ausgeglichene Partie mit gleich vielen Chancen auf beiden Seiten. Während in der ersten Halbzeit Durrhack bei einem Schuss an die Querlatte (15.) Pech hatte und Max Jäger (25.) sowie Kevin Junge (30.) das Ziel knapp verfehlten, verhinderte auf der anderen Seite Keeper Jens Ulrich Chancen von Christian Steinke (20.) und David Namshaa (35.). Dieser schoss zudem freistehend über das Tor (25.). "In diesen Szenen hatten wir viel Glück, dass wir nicht in Rückstand geraten sind", sagte TSV-Trainer Mario Katte.

In der Folge gab es viel Leerlauf auf beiden Seiten. "Wir haben nicht unseren besten Tag erwischt. Es haben einige Prozente gefehlt. In den ersten 20 Minuten war der Auftritt okay, aber wir haben in dieser Phase das Tor nicht erzielt."

Nach dem Wechsel hatte der Gast zwar die erste gute Szene, als Sebastian Woche den Schuss von Christoph Berlau (47.) mit toller Parade hielt. Doch in der Folge kämpfte sich Gommern ins Geschehen. Allerdings blieb die Chancenverwertung das Manko. So scheiterten Steinke (50.) aus spitzem Winkel und Namshaa (55.) freistehend.

Und dann übernahm Durrhack Verantwortung. Bei einem kurzen Abstoß von Woche zu Marko Kuhle lief der TSV-Kapitän im richtigen Moment los, setzte den Gommeraner Abwehrspieler unter Druck und erzwang den Ballgewinn. Er setzte sich im Strafraum durch und schob den Ball in die lange Ecke zur 1:0-Führung (63.). "Sebastian ist voran gegangen und hat ein Zeichen gesetzt, obwohl er angeschlagen war", lobte Katte. "Aber wir haben den Deckel nicht drauf gemacht." Kevin Junge, Max Jäger und Norman Möbes verzogen Keeper Woche hielt. Auf der anderen Seite hatte scheiterte Tobias Bea nach Flanke von Tom Sindermann mit einem Kopfball an Ulrich (85.).

"Jens hat uns heute die drei Punkte gerettet", lobte Katte seinen Keeper. "Auch wenn wir derzeit spielerisch nicht so sehr überzeugen, so scheint uns unsere gute Kameradschaft weiterhin im Rennen um den Titel zu halten. Das echte Finale am letzten Spieltag gegen Olvenstedt spitzt sich zu. Aber es sind immer noch sechs Spiele bis dahin - und in denen müssen wir uns gewaltig steigern, wenn wir dieses Endspiel bestreiten wollen."

Auf der anderen Seite steckt die Eintracht tief im Abstiegskampf. Trainer Thomas Wilke trauerte den fünf vergebenen Großchancen nach. "Wenn man diese nicht nutzt, steht man eben mit leeren Händen da."

SV Eintracht Gommern: Woche - Weber, Hildebrand, Simon, Kuhle (76. Bea), Namshaa, Christel (85. Wittpahl), Avdyli, Sindermann, Schaffrath, Steinke

TSV Kleinmühlingen/Zens: Ulrich - Katte (46. Möbius), Rönz, Junge (90. Bernau), Jäger, Durrhack, Klepel, Balder, Berlau, Möbes, Kirchhoff

Tor: Sebastian Durrhack (63.); SR: Benjamin Lanzki (Oschersleben), ZS: 40