Calbe (fna) l Endspurt in der Sachsen-Anhalt-Liga: Die Handballer der TSG Calbe können beim HSV Magdeburg den Titelgewinn vorzeitig realisieren. Die Frauen empfangen Anhalt Bernburg zum Derby in der Heger-Sporthalle. Anwurf beider Partien ist heute um 17 Uhr.

Männer

HSV Magdeburg (5.) -

TSG Calbe (1.)

Die Saalestädter sind nur noch einen Punkt von der Meisterschaft entfernt. Doch Vermessenheit lässt Trainer Peter Weiß nicht zu. Sich die Entscheidung für das letzte Heimspiel in einer Woche gegen Wittenberg aufzuheben, um dann mit den Fans feiern zu können, kommt nicht in Frage. "Wir wollen die Punkte so schnell wie möglich einfahren. Wenn es in Magdeburg möglich ist, dann wollen wir das auch realisieren. Außerdem wollen wir in der gesamten Rückrunde keinen Punkt abgeben", betont Weiß. "Wir werden alles dafür geben." Und die Fans der TSG werden ohnehin zahlreich anreisen - wie sie es schon in der gesamten Saison getan haben. "Wir hoffen, dass sie die Begegnung wieder zu einem Heimspiel für uns werden lassen." Wenngleich die Vorbereitung unter der Woche nicht optimal verlief, weil die Polizisten sich im Trainingslager zur Vorbereitung auf die Deutsche Meisterschaft befanden, ist Weiß optimistisch, "weil am Donnerstag alle da waren und wir uns nochmal auf den HSV vorbereiten konnten". Heute fehlt lediglich Daniel Bertram aus beruflichen Gründen.

Beim Gegner sticht vor allem einer heraus: Michael Jahns. Nach überstandener Verletzung ist der ehemalige Bundesliga-Akteur zurück im Kader. Im Hinspiel wurde er von Felix Kralik sehr gut aus der Partie genommen. "Ihn müssen wir wieder gut verteidigen." Der ehemalige Schönebecker Mario Seifert fehlt indes beim HSV.

SR: Härtel/Klante

Frauen

TSG Calbe (7.) -

Anhalt Bernburg (9.)

Die Leistungen der TSG-Frauen schwanken sehr. Einem Sieg gegen den Dritten Oebisfelde folgte eine Niederlage beim Zehnten, Gräfenhainichen. "Es war eine Partie auf Augenhöhe. Der Heimvorteil war ausschlaggebend", erklärt Trainerin Annett Schroeter. Auf diesen setzt sie nun auch im Derby gegen die Kreisstädter, die vor einer Woche mit einem 29:20-Sieg über den FSV Magdeburg (2.) aufhorchen ließen. "Es wird ein schweres Spiel. Wir schenken die Punkte aber nicht kampflos ab. Wir hoffen auf die Unterstützung der Zuschauer." Im Falle eines Erfolges könnte sogar noch der vierte Platz in Reichweite geraten - wenn die Konkurrenz mitspielt. "Wir haben das noch im Blick. Dafür entscheidet jetzt jeder Punkt."

Personell kann Schroeter heute aus dem Vollen schöpfen. Im letzten Heimspiel der Saison gilt es, noch einmal alles zu geben. Es folgen schließlich noch zwei schwere Auswärtsaufgaben am Freitag, 24. April, beim FSV Magdeburg und einen Tag später am Sonnabend bei der SG Lok Schönebeck im Derby.

SR: Müller, Fr./Brüggemann