Mit einem deutlichen 34:24 (15:9)-Sieg über den LSV Klein Oschersleben hat sich die SG Lok Schönebeck vom heimischen Publikum verabschiedet. Erfolgreichster Werfer im letzten Heimspiel der Handball-Verbandsliga war Martin Schröder mit elf Treffern.

Schönebeck l Einen deutlichen Sieg hatte Trainer Henning Stapf gefordert. "Wir wollten uns positiv von den Fans verabschieden." Und sein Team hatte die Vorgabe von Beginn an umgesetzt. "Wir waren von der ersten Minute an hellwach und standen sehr gut in der Abwehr." So konnte sich auch Keeper Robert Knörich mehrfach auszeichnen. Über die erste und zweite Welle spielte sich das Team eine schnelle 5:1-Führung heraus, zur Pause lag es mit 15:9 in Front.

Unter der Woche hatte sich das Team akribisch vorbereitet. "Wir wussten um den großgewachsenen Mittelblock, haben im Training am Donnerstag einige Varianten, Abläufe und Auslösehandlungen geübt. Unser Positionsspiel lief sehr gut." Vor allem Martin Schröder zeichnete sich in der ersten Halbzeit aus, weil er in die Lücken ging und die Bälle gut verteilte.

Nach dem Wechsel ließ Lok nicht abreißen, sondern hielt das Tempo weiter oben und blieb über die erste und zweite Welle erfolgreich. Nach 15 Minuten hatte sich das Team eine Zwölf-Tore-Führung herausgearbeitet (30:18). "Danach haben wir ein wenig nachgelassen. Aber wer will dem Team das verdenken." Am Ende sprang dennoch ein klarer Erfolg heraus, wie ihn der Coach gefordert hatte.

Im Anschluss durfte Lok mit den Fans feiern, der 30:20-Sieg der Zweiten war praktisch der krönende Abschluss des Handballtages in der Franz-Vollbring-Halle, den die Bambinis bereits um 9 Uhr eröffnet hatten.

Am letzten Spieltag möchten die Schönebecker nun ihren dritten Platz verteidigen. Um nicht noch von der HSG Osterburg abgefangen zu werden, genügt bei TuS Magdeburg-Neustadt ein Unentschieden. Sollte sich Eiche Biederitz gegen den Fermersleber SV einen Ausrutscher erlauben, "von dem wir aber nicht ausgehen", so könnte Lok mit einem Sieg sogar noch auf den zweiten Rang klettern. "Auf jeden Fall wollen wir aber die Bronzemedaille absichern", betonte Stapf, der bereits die Kaderplanungen für die kommende Saison angeschoben hat. "Die Jungs bleiben alle. Das ist ein sehr gutes Zeichen. Sie haben sehr viel Spaß bei uns."

Lok Schönebeck: Knörich - Schulz, Bauer (6), Kazmierowski (8), Mattissek (1), Blumenthal (1), Riedel (2), Schröder (11), Krause (1), Warschkau (3), Prokop (1)

Siebenmeter: Schönebeck (3/3) - Klein Oschersleben 6/6; Zeitstrafen: Schönebeck 4 - Klein Oschersleben 5; Rot: Kevin Krause (5. Minute, Foulspiel) -Schönebeck-, Ronny Suttner (47. Foulspiel) -Klein Oschersleben-